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Reiseführer Indien:Bloss nicht

Die Geduld und Toleranz der Inder hat auch ihre Grenzen

Gegen Reinheitsgebote verstoßen

Schuhe beim Betreten religiöser Orte anzubehalten, ist ein Reinheitsverstoß. Auch wenn der Gastgeber in einem indischen Haus die Schuhe auszieht, tun Sie es ihm nach!

Alles fotografieren

Nicht alles, was bunt und bizarr ist, darf einfach fotografiert werden. Privatpersonen erwarten, dass man um Einverständnis bittet. Im Allerheiligsten von Tempeln und bei Leichenverbrennungen ist Fotografieren absolut tabu.

Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit

Küssen, Arm in Arm gehen und andere Zärtlichkeiten sind außerhalb von Privatzimmern unerwünscht und gelten als anstößig. Auch Nacktbaden wird nicht toleriert. An den Stränden kontrolliert die Polizei (in Zivilkleidung!).

Sich von jedem (an-)führen lassen

Gehen Sie nicht auf Angebote ein, sich zum preisgünstigen Laden des Onkels, Bruders oder eines anderen Verwandten führen zu lassen. Der Käufer bezahlt die Schleppergebühr (commission) mit! Auch ist nicht jeder, der sich als guide anbietet, qualifiziert. Zumindest seine englische Aussprache sollte einwandfrei verständlich sein. (Manche Führer sprechen auch Deutsch.) Handeln Sie das Honorar vor der Führung aus!

Milde Gaben geben

Bettelnden Kindern niemals Geld geben, man fördert sonst die gewerbsmäßige Ausnutzung der Bettelei. Stattdessen etwas zu essen, Schreibstifte oder auch Seife schenken.

Missverständnisse aufkommen lassen

Touristinnen sollten nicht mit fremden Indern flirten, wenn sie nicht wollen, dass Freundlichkeit als Aufforderung zu mehr verstanden wird. Männer fragen andere Männer nach dem Weg o. ä., wenden sich jedoch niemals an fremde Frauen (das gilt auch umgekehrt).

Sich Drogen andrehen lassen

Die indischen Behörden kennen kein Erbarmen mit Dealern und Usern, und indische Gefängnisse sind schrecklich. Auch der Konsum oder der Besitz von Cannabis ist illegal und kann schnell bis zu sechs Monate Haft zur Folge haben. Alkohol ist zwar legal, aber Betrunkene werden unter Umständen festgenommen und können nicht mit Verständnis rechnen.

Nackte Füße hochlegen

Zwar sind in Indien nackte Füße üblich, aber wenn Sie sie auf eine Bank oder einen Tisch hochlegen, gilt das als ein Verstoß gegen die guten Sitten. Besonders schlimm ist der Tabubruch, wenn die Füße auf ein Götterbild oder die indische Fahne weisen.

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Eine staubige Piste voller Schlaglöcher diente als Landebahn, als Michael Neumann-Adrian 1966 das Dorf Khajuraho besuchte. Gemeinsam mit Ehefrau Edda veröffentlichte er viele Bücher zu Indien. Der Journalist Gabriel A. Neumann studierte Hindi und die Geschichte des Subkontinents und schreibt heute gemeinsam mit seinen Eltern über Südasien.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de

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