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Reiseführer Dublin:Sehenswertes

Von wegen Schmalhans: Vergessen Sie London, Paris oder Rom – Dublin bietet Ihnen alles, was Sie brauchen

Die Attraktionen der Stadt erschließen alle Aspekte ihrer langen Geschichte. Trinity College mit der alten Bibliothek und dem 1200 Jahre alten Book of Kells, gleich zwei mittelalterliche Kathedralen – ein europäisches Unikum – und elegante Plätze des 18. Jhs. zeichnen die Entwicklung von der frühchristlichen bis zur modernen Zeit nach. Der großen literarischen Begabung der Iren widmen sich Gedenkstätten für James Joyce, Oscar Wilde und andere Dichter. Ihre trinkfreudige Natur belegen die Guinness-Brauerei und die Jameson-Whiskey-Brennerei. Und ihr Streben nach Unabhängigkeit zeigt sich an Orten wie Dublin Castle und Kilmainham Gaol.

Kleines Land – große Kulturgeschichte: Auf immerhin 9000 Jahre kulturelle Tradition kann die Grüne Insel zurückblicken – beste Materiallage also für die Museen der Hauptstadt. Doch die erstklassigen Sammlungen stehen nicht allein für den Reichtum der Vergangenheit, sondern zeigen auch das moderne Irland. Besondere Einblicke in irische Leidenschaften gewährt das Sportmuseum im Stadion Croke Park, eine Einführung in die irische Literatur das Dublin Writers Museum, Informationen über Stadtgeschichte die City Hall und die Dublinia. Besuchen Sie aber nur ein einziges Museum in Dublin, dann sollte die Wahl auf jeden Fall auf das National Museum – Archaeology fallen mit seinen in irischen Mooren und Gräbern gefundenen Goldschätzen. Die zweite Institution von Weltrang ist die Chester Beatty Library mit ihren kostbaren Büchern. Der Eintritt zu diesen beiden sowie zu allen anderen Nationalmuseen ist kostenlos.

Außer heimischen fanden auch Kunstschätze aus Europa und anderen Weltkulturen den Weg in Dublins Museen. Die National Gallery und Teile des National Museum stammen aus der Spätzeit der britischen Herrschaft im 19. und frühen 20. Jh. Seit der Unabhängigkeit erweiterte der irische Staat die Bestände, gründete neue Museen in prächtigen Bauwerken. Eine Kaserne aus dem 18. Jh. ist das Domizil der angewandten Kunst des National Museum – Decorative Arts and History, während das Museum of Modern Art großzügige, helle Räume im klassizistischen Veteranenheim im Stadtteil Kilmainham fand.

Alle wichtigen Sehenswürdigkeiten der Stadt fahren gleich drei Busunternehmen auf derselben Strecke an. Wer gute Englischkenntnisse besitzt, sollte die Rundfahrt mit (Dublin Bus) www.dublinbus.ie 24-Std.-Ticket 15 Euro wählen. Dort kommt der Kommentar nicht vom Band, sondern live in der lebendigen Sprache der Dubliner Busfahrer. Sie sind witzig, respektlos und immer bestens informiert. Deutsche Erläuterungen gibt's in den roten Bussen von Irish City Tours www.irishcitytours.com 24-Std.-Ticket 15,50 Euro . Die grünen Busse von Dublin Bus Tour www.dublinsightseeing.ie 24-Std.-Ticket 16 Euro, bei Onlinebuchung 20 Prozent Rabatt bieten entweder den Livekommentar des Busfahrers oder fremdsprachige Erläuterungen über Kopfhörer. Aber auch das Angebot an Dublinführungen zu Fuß oder per Boot ist groß. Die wichtigsten Museen und Galerien Dublins liegen entweder direkt in der Stadtmitte oder aber sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr leicht zu erreichen. Wenn Sie ein 24-Std.-Ticket der Busrundfahrt-Gesellschaften kaufen, können Sie Ihre Fahrt unterbrechen und direkt vor folgenden Museen aussteigen (in der Reihenfolge der Rundfahrt): National Gallery, Natural History Museum, National Museum – Archaeology, Chester Beatty Library, City Hall, Dublinia, Museum of Modern Art, National Museum – Decorative Arts, Dublin Writers Museum, The Hugh Lane Gallery. Einfacher lässt sich der Weg zu Kunst, Kultur und Geschichte kaum beschreiten!

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Der gebürtige Berliner reiste 1974 zum ersten Mal nach Irland. Zwei Jahre später zog er nach Belfast, wo er als Deutschlehrer arbeitete. Anfang 1985 ließ sich der Wirtschaftspädagoge mit seiner irischen Frau und zwei Kindern in Dublin nieder. Seitdem berichtet er für die taz und die Tageszeitung über irische Politik, Wirtschaft, Kultur, Sport und vor allem über den manchmal skurrilen Alltag in Irland.

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Quelle: www.marcopolo.de