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Reiseführer Dublin:Essen & Trinken

Zwischen Irish Stew und Haute Cuisine: Dublins Küche ist längst modern, doch auch das alte Irland kommt noch auf den Tisch

Diese Zeiten sind vorbei. Die Dubliner wurden wohlhabender und konnten sich ein gutes Restaurant leisten. Zuwanderer aus aller Welt brachten ihre Spezialitäten auf die Grüne Insel. Als einheimische Köche schließlich die französische, asiatische und mediterrane Art entdeckten, hochwertige heimische Zutaten zu würzen und zuzubereiten, wurde die „moderne irische Küche“ geboren.

Die Schattenseite ist der Preisanstieg. Trotz der Rezession gehört Dublin noch immer zu den teuersten Städten Europas, vor allem in der Gastronomie. Zum Glück gibt es aber Möglichkeiten, Geld zu sparen. Eine Fülle von Cafés und Pubs bieten preiswerten Mittagstisch. Abends macht das „Pre-Theatre Menu“, auch „Early Bird Menu“ genannt, ein Essen in feinen Restaurants erschwinglich: Gäste, die schon ab ca. 18 Uhr erscheinen, bestellen zum Festpreis zwei bis drei Gänge, müssen aber bis spätestens 20 Uhr den Tisch verlassen. Auch die vielerorts angebotenen Mittagsmenüs bieten Normalverdienern die Chance, in den besten Adressen günstiger zu speisen.

Dubliner Restaurants servieren das Mittagessen in der Regel zwischen 12 und 14 Uhr, Abendessen von etwa 18.30 bis 22, manchmal bis 23 Uhr. Die meisten Pubs öffnen ab 11 Uhr und schließen um 23.30 Uhr, freitags und samstags zwischen 0.30 und 1.30 Uhr.

Modernere Dubliner setzen eher auf internationale Küche und vernachlässigen ihre traditionellen Gerichte. Wenn Sie gern Irish Stew, Bangers & Mash oder Colcannon probieren wollen, ist ein Pub mit guter Hausmannskost, z. B. The Porterhouse , The Stag's Head oder O'Shea's Merchant , meistens eine bessere und günstigere Empfehlung als mittelmäßige Restaurants. Bestellt wird im Pub meist an der Theke. Wenn Sie im Restaurant das Schild „Please wait to be seated“ sehen, warten Sie, bis die Bedienung Ihnen einen Tisch zuweist. Schauen Sie auch, ob ein „service charge“ auf der Karte ausgewiesen ist. Steht der Zuschlag für die Bedienung nicht drauf und Sie waren zufrieden, ist ein Trinkgeld von etwa zehn Prozent angebracht.

Viele Restaurants recht unterschiedlicher Qualität haben sich in Temple Bar angesiedelt. Nördlich der Dame Street liegen Lokale zwischen der Grafton Street und der South Great George's Street. Feine Adressen finden Sie vor allem um die Plätze Merrion Square und St Stephen's Green. Liebhabern von Fisch und Meeresfrüchten ist ein Ausflug zur Küste bei Howth oder Sandycove zu empfehlen.

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Der gebürtige Berliner reiste 1974 zum ersten Mal nach Irland. Zwei Jahre später zog er nach Belfast, wo er als Deutschlehrer arbeitete. Anfang 1985 ließ sich der Wirtschaftspädagoge mit seiner irischen Frau und zwei Kindern in Dublin nieder. Seitdem berichtet er für die taz und die Tageszeitung über irische Politik, Wirtschaft, Kultur, Sport und vor allem über den manchmal skurrilen Alltag in Irland.

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Quelle: www.marcopolo.de