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Reiseführer Dublin:Am Abend

Lassen Sie es krachen! Oder ganz gemütlich angehen – was auch immer. Denn nachts ist Dublin mindestens so bunt wie am Tag

Keiner weiß, wie viele Pubs es in Dublin gibt. 800? 1000? Genug jedenfalls, um wirklich jedem Geschmack gerecht zu werden, und so viele, dass ein wenig Orientierung nützlich ist. Trendiger als in Temple Bar ist die Szene in den engen Straßen südlich der Dame Street, um Dame Lane und Exchequer Street. An der Nordseite der Liffey am Ormond Quay und den Nebenstraßen, ziehen Themenbars eine junge Kundschaft an. Türsteher sind übrigens allgegenwärtig. Sie lassen betrunkene und – bei schicken Clubs – unpassend angezogene Besucher nicht hinein. Traditionelle Pubs verteilen sich über die gesamte Innenstadt mit Schwerpunkt in Merrion Row und Baggot Street Lower. Für einen kulturellen Abend empfiehlt sich in der Literaturstadt Dublin ein Theaterbesuch. Fehlen dafür die Englischkenntnisse, gibt es immer ein gutes Konzert, sei es irische Volksmusik, Jazz oder Rock. Eintrittskarten gibt es über Ticketmaster Tel. 1 4569569 (aus dem Ausland) oder 08 18719300 (in Dublin) www.ticketmaster.ie oder direkt im Tourist Office in der Suffolk Street. Wissenswertes über Dublins Abendprogramm erfahren Sie im kostenlosen, zweimal monatlich erscheinenden Event Guide (www.entertainment.ie), unter www.indublin.ie und im monatlichen Blatt Totally Dublin.

Sonstige Unterhaltung

Bingo wird wohl nirgendwo mit mehr Hingabe gespielt als in Irland – vor allem von Frauen. Das Ritual des Spielleiters, der für die Zahlen Kosenamen hat, zum Beispiel „zwei kleine Enten“ für die 22, muss man miterlebt haben. Eingeführt wurde dieses Glücksspiel von der katholischen Kirche, die den Profit in die Erhaltung der Kirchengebäude steckt. Bingoabende finden in den Gemeindehallen oder im National Stadium South Circular Road 01 4533371 Di, Do und So statt.

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Der gebürtige Berliner reiste 1974 zum ersten Mal nach Irland. Zwei Jahre später zog er nach Belfast, wo er als Deutschlehrer arbeitete. Anfang 1985 ließ sich der Wirtschaftspädagoge mit seiner irischen Frau und zwei Kindern in Dublin nieder. Seitdem berichtet er für die taz und die Tageszeitung über irische Politik, Wirtschaft, Kultur, Sport und vor allem über den manchmal skurrilen Alltag in Irland.

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Quelle: www.marcopolo.de