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Reiseführer Dominikanische Republik:Praktische Hinweise

Urlaub von Anfang bis Ende: die wichtigsten Adressen und Informationen für Ihre Reise in die Dominikanische Republik

Anreise

Die preiswertesten Reiseangebote sind Pauschalreisen (Hotel und Flug für zwei Wochen ab ca. 1100 Euro, z. B. bei ITS). Individualreisende erhalten Rückflugtickets nach Santo Domingo im Internet ab ca. 900 Euro, z. B. mit Iberia. Wer via USA fliegen will, muss per Internet eine Reisegenehmigung beantragen (Formular im Internet unter https://esta.cbo.dhs.gov , Informationen unter www.cbp.gov.us ).

Die Flugzeit beträgt rund zehn Stunden. Individualreisende müssen vor der Passkontrolle eine Touristenkarte für 10 US$ erwerben (gilt für 30 Tage, bei Überschreitung bis zu 90 Tagen sind bei der Ausreise 800 Pesos nachzuzahlen). Taxis verlangen rund 35 US$ für die Fahrt zum Hotel, z. B. in Santo Domingo.

Auskunft vor der Reise

Auswärtiges Amt

Eine gute Informationsquelle für viele Fragen vor der Reise in die Dominikanische Republik ist die Website des Auswärtigen Amts: www.auswaertiges-amt.de . Für Visafragen sind die dominikanischen Konsulate in Frankfurt, Hamburg und Stuttgart zuständig.

Fremdenverkehrsamt der Dominikanischen Republik

069 91397878 www.godominicanrepublic.com

Auskunft vor Ort

Ministerio de Turismo Calle Cayetano Germosen Ecke Av. Gregorio Luperón 0809 2214660 ; da viele Zweigstellen in den einzelnen Städten ausschließlich administrativen Aufgaben dienen, sind in diesem Führer bei den Ortskapiteln nur vereinzelt Büros aufgeführt.

Auto

Gute vierspurige Schnellstraßen (autopistas) erschließen das Land von Santo Domingo aus nach Norden, Westen und Osten; alle sind mautpflichtig (meist 30 Pesos). Mit mehreren Mautstellen und Gebühren von insgesamt ca. 400 Pesos ist auf der (zweispurigen) Autopista del Noreste nach Samaná zu rechnen. Tankstellen gibt es ausreichend an den Hauptverkehrswegen, meist kann man dort auch mit Kreditkarte bezahlen. Die Verkehrsregeln entsprechen weitgehend den unsrigen. Auf Landstraßen darf man maximal 80 km/h fahren, auf Schnellstraßen 100 km/h. Stellen Sie sich jedoch auf einen sehr chaotischen Verkehr ein, und fahren Sie äußerst defensiv, denn wer in einen Unfall verwickelt wird, darf bis zur Klärung der Rechtslage das Land nicht verlassen.

Diplomatische Vertretungen

Deutsche BotschaftEmbajada de la República Federal de Alemania

Ensanche Piantini Santo Domingo 0809 5428949 www.santo-domingo.diplo.de

Honorarkonsulat ÖsterreichCónsul Honorario de Austria

0809 9477888 cdo-austria@codetel.net.do

Botschaft der SchweizEmbajada de Suiza

0809 5333781 www.eda.admin.ch/santodomingo

Einreise & Ausreise

Für die Einreise benötigen Sie einen Reisepass, der noch mindestens drei Monate gültig ist. Kinder ab zehn Jahre benötigen einen Ausweis mit Lichtbild und ab 16 einen Reisepass. Bei der Ausreise werden noch 20 US$ fällig.

Fotografieren

Das Fotografieren von Militär und militärischen Anlagen ist verboten. Ansonsten sind die Dominikaner nicht kamerascheu, wenn man um Erlaubnis fragt.

Geld & Kreditkarten

Kreditkarten werden fast überall akzeptiert, zum Teil auch in Supermärkten, allerdings meist mit einem zehn- bis 15-prozentigen Aufschlag. In nahezu jeder Stadt gibt es außerdem Geldautomaten (cajeros automáticos), an denen Sie mit Visa- oder Mastercard-Kreditkarte bzw. ec-Karte mit Maestrozeichen Bargeld abheben können. Belastet werden dem Konto der Gegenwert in Euro zum Tageskurs plus die fälligen Prozente für den Auslandseinsatz, was jedoch meist günstiger ist als der Kauf von Dollars und deren Umtausch vor Ort. Bei Verlust der Karte wählen Sie den rund um die Uhr besetzten deutschen 0049 116116 . Banken sind Mo–Fr von 8 bis 16 Uhr, in Touristenzentren oft auch Sa von 8 bis 13, vor Feiertagen nur bis 12 Uhr geöffnet.

Gesundheit

Auf jeden Fall ratsam ist eine Auslandskrankenversicherung mit Rückholversicherung. Impfungen sind für die Dominikanische Republik offiziell nicht erforderlich. Tropenärzte empfehlen jedoch einen Schutz gegen Hepatitis A und Diphtherie, außerdem eine Auffrischung der Tetanusimpfung, bei Langzeitaufenthalten auch Hepatitis B.

Vor Cholera, die vereinzelt aus Haiti eingeschleppt wurde, schützt eine Schluckimpfung, aber auch schon das Meiden unhygienischer Restaurants. Wo es viele Mücken gibt, kann man mit Denguefieber infiziert werden (Symptome: starke Gelenk- und Muskelschmerzen). Vorbeugend hilft Mückenschutz, Lebensgefahr besteht aber nur nach wiederholter Infektion. Tödliche Folgen kann durch die hohe Aidsrate im Land ungeschützter Sex mit Einheimischen haben.

Inlandsflüge

Nationale (Charter-)Airlines, die zum Teil auch international verkehren, sind z. B. Dominican Shuttles ( www.dominicanshuttles.com ), Aerodomca ( www.aerodomca.com ) und Air Century/ACSA ( www.aircentury.com ).

Internet

Deutschsprachig: Informative Websites zur Dominikanischen Republik für Aktuelles und Hintergrund www.dominicananews.com; Nachrichten, Anzeigen: www.domrep-magazin.de ; Punta-Cana-News: www.punta-cana.info ; Samanáführer und Angebote: www.the-samana-page.com ; Nachrichten aus Sosúa: www.sosuanachrichten.com ; Infocenter und Ausflüge: www.domrepworld.com

Englischsprachig:

Portal des Dominikanischer Hotelverbands: www.dominicanrepublic.com ; Online-Nachrichtenmagazine: www.dr1.com , www.dominicantoday.com ; Adressenverzeichnisse: www.dd.com.do und www.paginasamarillas.com.do

Spanisch:

Beste Informationen zu Tourismus, Natur und Kultur: www.dominicanaonline.org ; viele Kulturinfos (auch Museen): www.terra.com.do . Das Szenemagazin Bureo der Zeitung El Caribe finden Sie als Link unter www.elcaribe.com.do . Ausgehtipps u. a. (auch WLAN-Zonen) für die Hauptstadt: www.capitalenos.com.do und www.santodomingo.net.do . Adressen von Restaurants: www.menu.com.do

Internetzugang & Wlan

Die Zahl der Internetcafés hat mit der zunehmenden Verbreitung von WLAN (auf Spanisch wifi genannt) abgenommen. Internet bieten auch die Büros der dominikanischen Telekommunikationsgesellschaft Codetel. Eine Stunde kostet dort und in Internetcafés etwa 40 Pesos.

Klima & Reisezeit

Es gibt nur zwei Jahreszeiten: die Regenzeit von April bis November mit Schauern am Nachmittag oder in der Nacht (Nebensaison, bis zu 30 Prozent günstigere Hotelpreise) und die Trockenzeit von Dezember bis März (Hauptsaison). Im Januar bringen Kaltfronten aus dem Norden gelegentlich kühlere Nächte und kurze Tropenstürme. Besonders feucht und heiß ist der Juli; wenig später beginnt die karibische Hurrikansaison (bis November). Ein Frühwarnsystem mit Sitz in Miami ermöglicht rechtzeitige Vorsichtsmaßnahmen; im Ernstfall folgen Sie den Anweisungen Ihres Hoteliers oder Reiseleiters.

Mietfahrzeuge

Pro Tag kostet ein Leihwagen mindestens 50 US$ inklusive Versicherung und unbegrenzten Kilometern. Das Mindestalter für den Verleih ist 25 Jahre, der nationale Führerschein genügt. Bezahlt wird mit Kreditkarte. Achtung: Motorräder werden oft gestohlen. Der Mieter ist nach dem üblichen Mietvertrag verpflichtet, den Wert des Motorrads (etwa 3000 US$) zu ersetzen. Bei Nichtbezahlung droht die Festnahme. Einen GPS-Service können Sie unter www.ola.com.do herunterladen.

Nationalparks

Fast ein Viertel des Landes besteht aus Schutzgebieten und Nationalparks. Die meisten dürfen jedoch nur mit Führer betreten werden. Informationen unter Secretaría de Estado de Medio Ambiente y Recursos Naturales www.medioambiente.gov.do .

Notruf & Notarzt

Notruf landesweit: Tel. 911. Außerdem hilft in den größeren Ortschaften Santo Domingo, Bávaro, Puerto Plata, Samaná, Boca Chica, Bayahibe, Montecristi und Barahona die Touristenpolizei Policía Turística Zentrale: Avenida México esq. 30 de Marzo 0809 2222026 www.politur.gob.do , kurz: POLITUR.

Adressen deutschsprachiger Ärzte erfährt man bei der Deutschen Botschaft oder unter www.urlaubsortarzt.de .

Öffentliche Verkehrsmittel

Große Strecken absolviert man bequem mit den klimatisierten Fernbussen von Caribe Tours Santo Domingo Avenida 27 de Febrero 0809 2214422 www.caribetours.com.do . Die Strecke Santo Domingo–Santiago kostet 280 Pesos. Die kleinen (Nahverkehrs-)Busse heißen guaguas und sind oft klapprig und überfüllt. Nach ihren Haltestellen fragen Sie am besten im Hotel.

Post

Die Postämter sind Mo–Fr von 8.30 bis 17, Sa von 8.30 bis 12 Uhr geöffnet. Briefmarken kosten für einen Luftpostleichtbrief oder eine Postkarte 25, Briefe ab 30 Pesos. Rechnen Sie damit, dass Ihre Urlaubspost in der Regel mindestens zwei Wochen unterwegs ist, bis sie in Europa ankommt.

Preise & Währung

Währung ist der Dominikanische Peso (RD$ oder DOP). Euro kann man in jeder Bank oder Wechselstube (casa de cambio) tauschen. Das Preisniveau entspricht inzwischen etwa dem unsrigen.

Sicherheit

Die Kriminalität im Land ist zwar hoch, jedoch selten gegen die Touristen gerichtet. Über die aktuelle Sicherheitslage gibt es regelmäßig Informationen auf der Website des Auswärtigen Amts ( www.auswaertiges-amt.de ) unter den Länderhinweisen.

Strom

Üblich sind 110 Volt und amerikanische Steckdosen, Abweichungen aber möglich. Also möglichst ein Adaptersortiment mitnehmen!

Taxi

Am teuersten sind die cremefarbenen taxis turísticos vor den Hotels oder am Flughafen. Sie verkehren zu festen Tarifen. Bei anderen Taxis ist der Preis Verhandlungssache. Eine mittlere Stadtfahrt in Santo Domingo kostet etwa 400 Pesos. Noch preisgünstiger sind carro-conchos, die auf festen Routen verkehren.

Telefon & Handy

Eine Minute nach Europa kostet in den öffentlichen Telefon- und Internetbüros von Codetel ab 20 Pesos. Hier sind auch Telefonkarten für öffentliche Kartentelefone erhältlich. Daneben gibt es eine Reihe privater Anbieter, z. B. in der Nähe von Ferienhotels, die etwas günstiger sind.

Handys schalten sich automatisch auf den Roamingpartner Orange um. Gespräche mit dem Handy nach Deutschland kosten pro Minute um 2 Euro.

Auslandsgespräche: Vorwahl 011, dann Landescode 49 für Deutschland (Österreich 43, Schweiz 41) und die Ortskennzahl ohne Null. Vorwahl in die Dominikanische Republik: 001. Inlandsgespräche: Bei Festnetztelefonaten eine 1 vor der Teilnehmernummer wählen. Das gilt auch für Anrufe vom Festnetz an ein dominikanisches Mobiltelefon und umgekehrt. Für Telefonate von dominikanischem Handy zu dominikanischem Handy direkt die Nummer wählen (ohne 1).

Trinkgeld

Ein Servicezuschlag ist auf den Rechnungen bereits enthalten. Ein Trinkgeld wird nur bei herausragendem Service von Kofferträgern (2 US$) und Zimmermädchen (mindestens 5 US$ pro Woche) erwartet.

Zeit

Die Differenz zu Mitteleuropa beträgt im Winter minus fünf, während der europäischen Sommerzeit minus sechs Stunden.

Zoll

Zollfrei bei Wiedereinreise in die EU sind u. a. 50 Zigarren, 1 l Rum und Geschenke bis zu einem Wert von 430 Euro. www.zoll.de

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Lateinamerika fasziniert Gesine Froese nicht erst seit 1992. Doch damals kündigte sie ihre Redakteursstelle und flog über den Ozean, um sich als freie Korrespondentin auf ihr Lieblingsthema zu spezialisieren. Kaum ein Land, das sie dort nicht gründlich bereiste. Aber über keines schrieb sie so viele Artikel und Bücher wie über ihr liebstes Ziel: die Dominikanische Republik. Schließlich fing dort alles an – auch für sie.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de