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Reiseführer Dänemark:Erlebnistouren

Jeder Zipfel dieser Erde hat seine eigene Schönheit. Wenn Sie Lust haben, die einzigartigen Besonderheiten dieser Region zu entdecken, wenn Sie tolle Tipps für lohnende Stopps, atemberaubende Orte, ausgewählte Restaurants oder typische Aktivitäten bekommen wollen, dann sind diese maßgeschneiderten Erlebnistouren genau das Richtige für Sie. Machen Sie sich auf den Weg und folgen Sie den Spuren der MARCO POLO Autoren.

Dänemark perfekt im Überblick

Tag 1

Ihre Reise beginnt in Tønder und führt zunächst auf der Hauptstraße 11 nach Norden. Linker Hand liegen die Inseln Rømø und Mandø mit ihren kilometerlangen Sandstränden. Nach knapp 50 km erreichen Sie Ribe , Dänemarks älteste Stadt und eine der schönsten. Nördlich von Ribe biegen Sie auf die Hauptstraße 24 ab in Richtung Esbjerg . Die jüngste Stadt des Landes empfängt Sie mit einem Überseehafen und einer Fußgängerzone, die zum Bummeln einlädt. Zeit zum Mittagessen im landestypischen Badehotel Hjerting. Nach dem Essen nehmen Sie die Hauptstraße 12 bis Varde und dann die Landstraße 181 nach Nordwesten. Nach wenigen Kilometern sind Sie von Wasser umgeben - links die Nordsee und rechts der Ringkøbing Fjord. Willkommen in Hvide Sande , dem lebendigen Fischereihafen mit einem der beliebtesten Ferienhausgebiete in Dänemark. Bei Søndervig fahren Sie dann landeinwärts auf der Hauptstraße 15 bis ins gemütliche Ringkøbing mit seinem kleinen Hafen am Fjord und dann weiter in die Messestadt Herning . Übernachten können Sie im Hotel DGI-Huset mit seinem großen Wellnessbereich. 400 m vom Hotel entfernt liegt die bekannte Brygerriet. Lassen Sie hier den Tag ausklingen mit einem "Bryggeriets Burger" und einem frisch gezapften Bier.

Tag 2

Sie verlassen Herning in nördlicher Richtung auf der Hauptstraße 34 und fahren in die idyllische Hafenstadt Skive am Limfjord, den Sie auf der Weiterfahrt nach Norden von seinen schönsten Seiten erleben werden. Rasten Sie an einsamen Buchten wie Sæbygård oder Harre Vig. Ab Skive geht es weiter auf der Hauptstraße 26 und über die Sallingsund-Brücke nach Nykøbing Mors . Sie bleiben auf der 26 und genießen nun ein einmaliges Panorama mit tollen Ausblicken über den Fjord. Linker Hand lockt die Region Nationalpark Thy mit ihrem Nationalpark, kleinen Fischerdörfern und kilometerlangen Sandstränden. In Thisted machen Sie einen Abstecher zum Hafen, bevor Sie auf der Hauptstraße 11 an der Nordküste des Limfjords entlang weiterfahren bis Aabybro. Dort geht es nordwärts auf der Hauptstraße 55 bis in den beliebten Ferienort Løkken . Übernachten Sie hier im historischen Løkken Badehotel, und machen Sie vor dem Essen im Zentrum noch einen Strandspaziergang - die Badehütten der Einheimischen sind etwas Besonderes!

Tag 3

Der heutige Tag führt Sie fast an die Nordspitze Jütlands. Sie fahren weiter auf der 55 nach Hirtshals mit seinem großartigen Nordsøen Oceanarium und dann auf der Landstraße 597 bis Ålbæk an Jütlands Ostküste (gut 30 km nördlich liegt das berühmte Skagen mit seiner rauen Natur). Bei Ålbæk geht es wieder Richtung Süden auf der Hauptstraße 40 bis Frederikshavn, einem wichtigen Fährhafen, und weiter über die E 45 und die Landstraße 180 ins hübsche Aalborg . Machen Sie hier einen Einkaufsbummel, setzen Sie sich in eines der Restaurants in der Fußgängerzone, oder besuchen Sie eins der vielen Museen. Über die Autobahn E45 erreichen Sie dann Aarhus . Obwohl es die zweitgrößte Stadt des Königreichs ist, sucht man hier Großstadthektik vergebens. Sie übernachten im Ferdinand, das liegt zentrumsnah, und Sie können nach einem Stadtbummel im hauseigenen Restaurant hervorragend essen.

Tag 4

Am Morgen fahren sie zum Fährterminal und überqueren den südlichen Kattegat mit der Fähre nach Seeland (Sjælland). Die Landstraße 21 führt Sie dann bis nach Kopenhagen . Tradition vermitteln Schlösser wie Christiansborg und Amalienborg, die Moderne spiegeln die neue Oper oder das Schauspielhaus wider. Shoppingfans kommen an der Einkaufsstraße Strøget nicht vorbei. Ihr heutiges Etappenziel ist das beschauliche Køge südlich von Kopenhagen, das Sie bequem über die Landstraße 151 erreichen. Die Innenstadt ist ein architektonisches Wunderwerk mit Bauten aus der Renaissance bis hin zur Moderne. Vom Zimmer im Niels Juel, in dessen Restaurant Sie sich auch kulinarisch verwöhnen lassen können, blicken Sie auf den malerischen alten Hafen.

Tag 5

Folgen Sie der Landstraße 151 nach Süden bis zum Ende. Dort biegen Sie auf die Hauptstraße 22 (später 59) nach links ab und kommen über eine Brücke nach Møn. Ganz am östlichen Ende der Insel liegt Møns Klint . Der berühmte Kreidefelsen lockt mit einem atemberaubenden Panorama. Bei guter Sicht können Sie bis nach Rügen blicken. Zurück geht es auf demselben Weg wieder aufs Festland bis nach Næstved und weiter auf der Landstraße 265 bis Korsør. Dort überqueren Sie den Großen Belt auf der Storebæltsbroen, Europas längster Hängebrücke (2,7 km), landen in Nyborg auf Fünen und folgen ab dort der Autobahn E 20 bis Odense , der Heimatstadt von Hans Christian Andersen. Von dort geht es weiter über die Landstraße 161. Die Nacht verbringen Sie in Middelfart im Hotel Kongebrogaarden.

Tag 6

Die Region um Middelfart ist bekannt für ihre Ökoprodukte. Obst und Gemüse gibt es z.B. bei Lindgaards (Assensvej 203), Räucherfisch bei Strib Fisk (Havnegade 93). Nach dem Einkauf bleiben Sie auf der 161, überqueren den Kleinen Belt und erreichen Kolding. Von dort geht es weiter auf der Hauptstraße 25 nach Løgumkloster mit seinem Zisterzienserkloster. Die letzte Etappe führt Sie dann wieder zurück nach Tønder .

Wanderung auf dem Gendarmenpfad

9:00

Die Tour startet südlich von Padborg am Parkplatz Haraldsdalvej . Unmittelbar am Grenzübergang gehen Sie in Richtung Nordosten. Der Gendarmstien ist überall ausgeschildert: weiße Schilder mit einem blauen Gendarmen. Karten und Tafeln informieren über die Besonderheiten des Wegs. Die ersten Kilometer führt er an der deutsch-dänischen Grenze entlang, die mit Grenzsteinen markiert ist. Es geht über Schotter und durch einen Wald aus Padborg heraus. Sie durchwandern nun das Haraldsdal . Das Tal ist benannt nach der Schlacht zwischen Harald Klak und König Regner, die hier im Jahre 826 um den Thron kämpften. Es lohnt sich, mal einen Blick auf den Boden zu werfen. Hier finden Sie Lochsteine, die früher auf eine Schnur gefädelt wurden und vor Krankheiten schützen sollten. Hinter dem Haraldsdal türmt sich bei Niehuus ein bewachsener Wall auf - die Spuren einer alten Burg. Sie gehen jetzt auf dem historischen Krummer Weg, der im Mittelalter von Ochsen- und Pferdegespannen befahren wurde. In Höhe von Rønsdam können Sie ein altes Erdtelefon ausprobieren - beiderseits der Grenze gibt es je einen Hörer, die durch ein unterirdisches "Sprachrohr" verbunden sind. Sie laufen nun weiter an der Grenze entlang und dann zum Mühlensee von Kruså. Gleich dahinter liegt die Wassermühle von Kruså. Bis 1850 war sie der größte Betrieb in dieser Gegend.

13:00

Gegen Mittag erreichen Sie Kruså. Zeit für eine kleine Stärkung im Imbiss La Perla , der linker Hand hinter der Grenze liegt. Danach wandern Sie durch das Tunneldalen , ein Tal, das von eiszeitlichem Schmelzwasser gebildet wurde. Weiter geht es in und durch den Åbjerg Skov (Åbjerg Skov). Hier entspringt die sagenumwobene Abrahams Quelle. Ihr Wasser soll eine heilende Wirkung haben, wenn man das leere Wasserglas hinter sich wirft, sodass es zerbricht. Wenn Sie das ausprobiert haben, kommen Sie weiter in Richtung Süden nach Kupfermühle , eine historische Arbeitersiedlung (um 1600), die durch ihre Bauweise an ein Kopenhagener Viertel erinnert. Nun schlängelt sich der Weg durch den Wald von Kollund (Kollund Skov). Machen Sie eine Pause und rasten unter uralten Buchen oder Sitka-Fichten. Bemerkenswert sind auch die tiefen Schluchten und die steilen Abhänge, die durch die Eiszeit entstanden. Kurz vor der Förde erreichen Sie Skomagerhus , einen der kleinsten Grenzübergänge Europas. Kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs sollte hier ein Wohnviertel errichtet werden. Doch es kam nur zum Bau eines einzigen Hauses, das später als Grenzhäuschen diente. Die letzten Kilometer legen Sie hoch über der Flensburger Förde zurück und werden von einem wunderschönen Panorama begleitet. Einzigartig ist auch die Tierwelt entlang der Steilküste. Halten Sie Ausschau nach dem türkis schillernden Eisvogel!

18:00

Abends erreichen Sie Kollund, wo Sie die Wanderung mit einem üppigen Mahl im Fakkelgaarden Revue passieren lassen können.

Die Straße der Reichen

10:00

Sie starten nördlich von Kopenhagen an der Kreuzung Kreuzung Strandvejen/Tuborg Boulevard und folgen dem Strandvejen (Landstraße 152) in nördlicher Richtung. Während der gesamten Strecke werden Sie von einem skandinavisch-maritimen Panorama aus Häusern mit bunten Holzfassaden, großen und kleinen Schiffen am Horizont und dem Kontrast von schneeweißen Stränden und tiefblauem Wasser begleitet. An dieser Stelle des Øresunds herrscht ein reger Schiffsverkehr, Kreuzfahrtschiffe und Tanker laufen nach Kopenhagen ein und verlassen es wieder Richtung Norwegen. Zunächst passieren Sie den Stadtteil Hellerup. Hier liegen die gepflegten Strände Charlottenlund-Strandpark und Bellevue-Strandpark, die im Sommer die Hauptstädter anlocken. Linker Hand im Zentrum von Charlottenlund finden Sie das Kunstmuseum Ordrupgaard mit sehenswerten Objekten und Gemälden von Eckersberg, Købke, Manet, Monet und Cézanne. Hinter Klampenborg liegt inmitten des Tiergartens Jægersborg Dyrehaven das Eremitageslot, ein Jagdschloss, 1736 erbaut und immer noch in königlichem Besitz. Bei einem Spaziergang durch den Park begegnen Ihnen Hirsche und Damwild. Nicht verwunderlich, dass hier einmal im Jahr die berühmte Hubertusjagd stattfindet. Schon vor Jahrhunderten ging im Dyrehaven der dänische Adel auf die Jagd, während das Volk sich im Vergnügungspark Bakken amüsierte.

13:00

Das nächste Ziel heißt Rungstedlund . Hier ist es Zeit zum Mittagessen im Restaurant Mash, wo Sie nicht nur leckere Tagesgerichte genießen, sondern auch ein malerisches Hafenpanorama. Unmittelbar am Hafen steht das Haus von Karen Blixen, das heute ein Karen Blixen Museet beheimatet, das sich mit dem Lebensweg der Schriftstellerin beschäftigt. Biegen Sie im Ortskern links ab auf die Landstraße 207, dann liegt ca. 3 km entfernt rechter Hand das königliche Schloss von Hirschholm (Hirscholm), das auch "Versailles des Nordens" genannt wird. Heute ist hier das hochinteressante Dänisches Jagd- und Waldmuseum untergebracht. Das Schloss war Schauplatz einer der großen Staatsaffären der dänischen Geschichte. Der königliche Leibarzt von Christian VII., Johann Friedrich Graf von Struensee (1737-72), hatte eine Liaison mit Königin Caroline Mathilde. Die Verbindung wurde aufgedeckt, die Königin daraufhin verbannt; der Arzt hatte weniger Glück: Er wurde hingerichtet. Nach dem Schlossbesuch radeln Sie wieder zurück auf die 152 und weiter nach Humlebæk, um dort das wohl berühmteste Kunstmuseum Dänemarks zu besichtigen: Louisiana Museum for Moderne Kunst .

19:00

Ihre Tour endet ca. 13 km weiter nördlich in Helsingør. Sie fahren durch den Fährhafen bis zum Kronborg Slot . Der Schlossgarten eignet sich hervorragend für eine Verschnaufpause. Bei schlechtem Wetter steht ein Madpakkerum zur Verfügung: Hier können mitgebrachte Speisen und Getränke verzehrt werden. Ihre Fahrt endet am Grønnehave , den Sie über den Ny Kronborgvej und den Kronborgvej (nördliche Richtung) in wenigen Minuten erreichen. Mit Bus oder Bahn geht es von hier zurück.

Radtour am Limfjord

Tag 1

Die Tour beginnt am Skive Søndercentret in Skive. Hier können Sie auf dem Parkplatz Ihr Auto abstellen und im Touristikcenter ein Fahrrad mieten. Über Dänemarks längste Holzbrücke hinweg passieren Sie ein üppiges Sumpfgebiet und erreichen den reizvollen Hafen. Nun geht es auf der National Cykel Rute 12 weiter. Unterwegs gibt es frische Bio-Molkereiprodukte in der Thise Mejeri . Ab Nørremark radeln Sie direkt am Fjord entlang und genießen eine traumhafte Aussicht auf das Wasser und die Insel Fur. In Selde liegt eine der schönsten Kirche Jütlands. Sie wurde im Jahr 1100 gebaut und Anfang des 21. Jhs. aufwendig restauriert.

Zeit für eine Pause ist am Sæbygårds Hage , dem wohl schönsten und urigsten Strandabschnitt am Limjord. Halten Sie Ausschau nach Robben oder nehmen Sie ein erfrischendes Bad im Fjord. Gegenüber sehen Sie das Panorama von Nykøbing Mors. Es geht weiter in süd-östliche Richtung. Linker Hand erstreckt sich der Grynderup Sø, ein Refugium für Wasservögel mit Picknickplätzen drum herum, das 2011 in Zusammenarbeit mit dem Naturschutzbund neu entstand. Am Nachmittag erreichen Sie Ihr Etappenziel Glyngøre . Stärken Sie sich im Kjøwenhavner Kokkens Grill mit "Sol over Glyngøre", einem Heringsfilet mit Eigelb, Zwiebeln und Kaviar, und erleben Sie das bunte Treiben im Hafen. Rund um den Hafen liegen kleine Geschäfte: Limfjords Hus bietet Kulinarisches vom Limfjord, frische Austern genießen Sie in der Østersbar.

Über eine leichte Steigung geht es aus dem Ort hinaus. Nach gut 2 Kilometern erreichen Sie den Ortsteil Pinen und Ihr Übernachtungsdomizil Pinenhus .

Tag 2

Der heutige Tag führt Sie - teilweise an einer ehemaligen Bahnstrecke entlang - schräg über die Halbinsel zurück nach Skive. Werfen Sie einen letzten Blick auf die Sallingsund-Brücke, und fahren Sie zurück bis Glyngøre - bergab am Fjord entlang. Gleich an der Genbrugsbutik biegen Sie rechts ab auf die National Cykel Route 2. Sie radeln zunächst am Strand entlang und dann durch einen kleinen Wald. Das Teilstück bis nach Durup wird auch als Planetenpfad bezeichnet. Der 6 km lange Weg spiegelt das Sonnensystem im Verhältnis 1:1 Milliarde wider und informiert mit Tafeln über die neun Planeten. Von Durup führt Sie der Weg weiter nach Roslev Mühle . Erbaut wurde die Schindeldach-Mühle bereits 1882. Es gibt Bänke und Tische zum Ausruhen. Sie folgen weiter der Cykel Route 2 bis Jebjerg. Auf dem letzten Abschnitt bis Skive ist der Weg das Ziel. Sie genießen ein schönes Panorama mit blühenden Rapsfeldern, weidenden Kühen und einsam liegenden Höfen.

Am Havnevej gleich hinter dem Hafen von Skive biegen Sie rechts in Richtung Innenstadt ab. Bummeln Sie zum Abschluss durch die Fußgängerzone. Dabei werden Sie von einem kleinen Wasserlauf begleitet. Urige Cafés und Kneipen laden zum Verweilen ein. Der Wasserlauf endet am Markplatz. Linker Hand liegt das Skive Søndercentret.

Unterwegs auf Langeland

Tag 1

Sie starten in der Inselhauptstadt Rudkøbing . Gleich hinter der Langelandsbroen biegen Sie links auf den Peløkkevej ab und fahren geradewegs auf die Strandplantagen Strandlyst zu. Der traditionelle Obsthof besteht bereits seit 1862 und bietet Bio-Obst, das ausschließlich auf der Insel angebaut wird. Es geht weiter über den Strandvejen nach Osten und an dessen Ende über den Kassebøllevej und den Simmerbøllevej auf die Hauptstraße 305, der Sie nach Norden folgen. Westlich von Tullebølle fällt ein künstlerisch gestalteter Transformatorenturm ins Auge. Er gehört zur längsten Kunstausstellung Dänemarks: Im Jahr 2010 ließ die Insel alle zwölf Transformatorenhäuschen - auf einer Strecke von 150 km - innen und außen von Künstlern gestalten. Entstanden sind außergewöhnliche Kunstwerke. Folgen Sie weiter der 305 bis nach Tranekær. Neben dem berühmten Tranekær Slot sollten Sie auch dem Medizinischer Garten einen Besuch abstatten. Dank des milden Klimas gedeihen auf der Insel viele medizinisch bewährte Kräuter und Pflanzen. Während des Zweiten Weltkriegs bauten die Dänen auf Langeland Tabak an, denn der Import von Tabakwaren war fast unmöglich geworden. So entstand nördlich von Tranekær die Tabakmuseum , die von Tabakpflanzen umgeben ist und in der noch heute Blätter getrocknet werden.

Weiter geht Ihre Reise nach Norden bis Snøde - ein typisches Inseldorf mit knapp 400 Ew. Sehenswert ist die mittelalterliche Kirche, die größte Langelands. Das letzte Ziel für heute ist der Wald von Stigtehaverne nördlich von Lohals. Inmitten von uralten Buchen und über Waldwiesen wandern Sie 1,5 km über angelegte Pfade und tauchen so in die Inselnatur ein. Über die 305 fahren Sie dann zurück nach Rudkøbing. Die Nacht verbringen Sie im Skrøbelevs Gods und fühlen sich - fast - wie ein König. Herzstück des Anwesens ist das Herrenhaus. Im Garten spazieren stolze Pfauen, und es plätschert ein prunkvoller Brunnen. Träumen Sie süß in einer Suite, und lassen Sie sich am Abend mit einem Menü im großen Speisesaal verwöhnen.

Tag 2

Heute steht der Inselsüden auf dem Programm. Sie fahren die 305 nach Süden bis Lindelse . Ein außergewöhnliches Mitbringsel für zu Hause finden Sie hier garantiert in der kleinen Kunstwerkstatt: Det lille Kunstværkstedt. Das schmucke Dorf ist außerdem Heimat der Phoenix-Mühle von 1828. Von der Galerie hat man eine wunderschöne Aussicht auf Strynø und Ærø.

Ihre Fahrt geht weiter über die 305 bis Humble. Südlich vom Ort biegen Sie nach rechts ab auf den Ristingevej. Nach knapp 1,8 km geht es weiter nach Süden auf dem Nørreballevej. Rechter Hand erstreckt sich eine Reihe von Lagunenseen . Halten Sie an, und holen Sie Ihr Fernglas heraus: Das Gebiet ist eine der vogelreichsten Gegenden des Landes, mit vielen seltenen Arten. In den Wäldern gibt es schöne Picknickplätze. Sie folgen der Straße bis zum Ende und biegen dann nach rechts auf den Vestervej ab, der Sie direkt in den Inselsüden nach Bagenkop bringt. Das Hafenstädtchen lockt mit seiner maritimen Atmosphäre. Wenn gerade ein Kutter anlegt, können Sie Fisch und andere Meerestiere direkt von Bord kaufen. Südlich von Bagenkop, wenn Sie dem Søgårdsvej nach Süden folgen, kommen Sie der Inselgeschichte ganz nah bei den Steinzeitgräber von Hulbjergdyssen , die über 5000 Jahre alt sind. Am Ende des Søgårdsvej biegen Sie nach rechts auf den Gulstavvej ab. An seinem Ende geraten nicht nur Pferdefreunde beim Anblick der Herde wild lebender Exmoor-Ponys ins Schwärmen. Den besten Blick auf die ca. 80 Stuten und Hengste hat man vom Ømehoj , einem Hügel in der Nähe des Parkplatzes Gulstav Mose.

Es geht zurück über den Gulstavvej, der Sie wieder auf die 305 führt. Auf dem Rückweg sollten Sie zum Abendessen im Kædeby-Cafeen einkehren. Hier werden die besten Fleischgerichte der Insel serviert. Nach dem Essen ist es dann nicht mehr weit bis Rudkøbing .

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Er kennt die schönsten Seiten Dänemarks – und viele Geheimtipps. Denn obwohl der Journalist und Buchautor aus Hamburg das Königreich schon seit Jahrzehnten bereist, findet er immer wieder Neues, Unbekanntes und Erlebenswertes. Weil er Dänisch spricht, kommen seine Tipps aus erster Hand. Gelassenheit und Entspanntheit schätzt Christoph Schumann an unseren dänischen Nachbarn am meisten.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de

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