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Reiseführer Dänemark:Bloss nicht

Einige Tipps, damit Sie nicht ungewollt ins Fettnäpfchen treten

Überall mit Euro zahlen wollen

Der Euro setzt sich durch – und auch viele Geschäfte in Dänemark akzeptieren das neue Geld als Zweitwährung, insbesondere in Großstädten oder Tourismuszentren. Müssen muss aber kein Kaufmann, denn noch gilt die Dänische Krone als die wahre Währung.

Das Vertrauensprinzip missbrauchen

Dänen sind ehrliche Menschen. An Straßenrändern werden Obst, Gemüse, Kaminholz usw. angeboten – eine kleine Blechdose steht fürs Bezahlen bereit. Kontrolliert wird nicht, es gilt das Vertrauensprinzip, das auch in Garderoben von Museen oder bei nicht abgeschlossenen Auto- oder Haustüren Anwendung findet.

Mit mehr als einer Rute angeln

Das gilt als ähnlich unfein wie das Drängeln im Supermarkt. Wer es dennoch tut, muss damit rechnen, als großspurig oder ignorant zu gelten.

Die deutsche Fahne hissen

Andere Flaggen als die dänische zu hissen ist nicht nur gesetzlich verboten, sondern – insbesondere im Fall von Schwarz-Rot-Gold – ein Fauxpas, der nicht zuletzt wegen der jüngeren deutsch-dänischen Vergangenheit vermieden werden sollte.

Den Strand mit Sandburgen übersäen

Das Bauen von Sandburgen ist in Dänemark ein unbekanntes Phänomen – und gilt als Erkennungszeichen für Urlauber aus Deutschland. Denn die egalitären Dänen schrecken vor dem territorialen Anspruch zurück, der mit dem Burgenbauen verbunden ist.

Glauben, jeder Däne könne Deutsch

Auch wenn die meisten Dänen Deutsch in der Schule lernen bzw. gelernt haben: Nicht jeder kann oder möchte die fremde Sprache auch anwenden. Wer also als Urlauber im Geschäft oder Restaurant als selbstverständlich erwartet, in seiner Muttersprache verstanden zu werden, wird auf Unverständnis stoßen. Höflichkeit ist Trumpf – oder ein Versuch in Englisch.

Dänen gleich duzen

Wie im übrigen Skandinavien hat sich auch in Dänemark das Du als gebräuchliche Ansprache durchgesetzt. Doch wer im deutsch geführten Gespräch mit einem Dänen oder einer Dänin gleich ins Du verfällt, wird nicht selten als unhöflich betrachtet. Denn die Dänen wissen, dass auf Deutsch offiziell das förmlichere Sie gilt. Spricht man Englisch – oder sogar Dänisch – mit seinem Gegenüber, ist dies natürlich etwas ganz anderes. Also: Unbedingt in den ersten Sätzen eines Dialogs schnell „fühlen“, wie vertraut und persönlich die Atmosphäre ist.

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Er kennt die schönsten Seiten Dänemarks – und viele Geheimtipps. Denn obwohl der Journalist und Buchautor aus Hamburg das Königreich schon seit Jahrzehnten bereist, findet er immer wieder Neues, Unbekanntes und Erlebenswertes. Weil er Dänisch spricht, kommen seine Tipps aus erster Hand. Gelassenheit und Entspanntheit schätzt Christoph Schumann an unseren dänischen Nachbarn am meisten.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de

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