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Reiseführer Côte d'Azur:Bloss nicht

An der Côte d'Azur gibt es Dinge, die Sie vermeiden sollten

MARCO POLO Autor Peter Bausch

Bei roter Flagge ins Meer gehen

Das Mittelmeer ist viel gefährlicher, als es mit seinen beschaulichen Sand- und Kiesstränden aussieht. Wenn zum Beispiel an überwachten Stränden im Sommer die rote Flagge aufgezogen wird, ist das Baden wegen Strömungen, vom Mistral aufgeworfenen Wellen oder auch wegen des Auftauchens von Quallen zu riskant. Die Behörden an der Côte d'Azur haben ihre Kontrollen verfeinert und eingesehen, dass es dem Ruf des Urlaubslands schadet, wenn Touristen wegen der schmerzhaften Berührung mit giftigen Quallen im Krankenhaus und nicht am Strand landen. Halten Sie sich unbedingt an die Empfehlungen!

Wertsachen im Auto lassen

Die Côte d'Azur ist für Reisende eine Landschaft von paradiesischer Schönheit. Aber auch hier gibt es soziale Probleme und Armut. Autos mit ausländischem Kennzeichen sind daher Zielscheibe für Diebe. Auf keinen Fall Wertsachen im Wagen sichtbar liegen lassen. Übrigens: Der Handtaschenraub auch aus dem besetzten Auto ist eine neue Masche der Langfinger. Also nicht vergessen, in Städten und vor allem an Ampeln bei Zentralverriegelung die Autotüren per Hand zu schließen.

Wild campen

So verlockend ein schönes Plätzchen in freier Natur sein mag, um ein Zelt aufzustellen oder das Wohnmobil zu parken – französische Grundbesitzer sehen das gar nicht gern und reagieren meist sauer. Mit Bußgeld belegt wird wildes Campen in den Bergen von Esterel und Massif des Maures; ein Sicherheitsabstand von mindestens 200 m zum Wald ist überall vorgeschrieben. Viele Gemeinden an der Côte d'Azur haben extra Stationen für Wohnmobile eingerichtet, und an Campingplätzen in herrlicher Lage fehlt es auch nicht.

Stadtspaziergang in Badehose

Es mag ja bequem sein und es ist ja soo heiß. Aber halten Sie sich bitte an die einfachsten Bekleidungsvorschriften und schlendern Sie nicht in der Badehose und mit dem übergeworfenen Handtuch durch die Städte. Die Zeit fürs Umziehen nach dem Strandbesuch sollten Sie sich nehmen und ein bisschen Stil sollte auch im Urlaub gewahrt bleiben. Städte wie Ste-Maxime am Golf von St-Tropez haben schon reagiert und belegen allzu freizügig gekleidete Einheimische und Touristen inzwischen mit Bußgeldern.

Folklorekitsch kaufen

Was an der Côte d'Azur und im Hinterland bisweilen als Kunst verkauft wird, ist oft Ramsch und Folklorekitsch. Vorsicht auch bei hübsch mit provenzalischen Stoffen dekorierten Flaschen von Olivenöl. Der teuer verkaufte Inhalt ist oft nicht das Geld wert. Achten Sie auf Herkunftsbezeichnungen und Echtheitszertifikate.

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Seit dem Studium in Südfrankreich pendelt der Journalist mit seiner französischen Frau zwischen Württemberg und der Provence. Für Marco Polo betreut er die Reiseführer Provence, Côte d'Azur und Loire-Tal, schreibt aber auch für Publikationen wie die „Riviera Côte d'Azur Zeitung“. An der Côte d'Azur genießt er die Küche, die Kunstmuseen, den Kulturrausch im Sommer und das Licht im Winter.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de

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