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Reiseführer China:Praktische Hinweise

Urlaub von Anfang bis Ende: die wichtigsten Adressen und Informationen für Ihre Chinareise

Anreise

Peking und Shanghai werden teils mehrmals täglich von Frankfurt a. M., München, Wien und Zürich aus nonstop angeflogen. Weitere Direktrouten: Berlin – Peking, Frankfurt – Kanton, Frankfurt – Nanjing und Frankfurt – Shenyang (über Peking); ferner wird aus Zürich auch Shanghai direkt angeflogen. Chengdu ist ab Amsterdam direkt erreichbar. Von Norddeutschland aus bieten Flüge über Kopenhagen oder Helsinki Zeitersparnis. Für Südchina ist Hongkong eine gute Drehscheibe. Einmal China und zurück ist teils schon für unter 700 Euro realisierbar. Flugzeiten: je nach Strecke nonstop 9 bis 11 Stunden; Hongkong ist 12 Stunden entfernt.

In Peking und Kanton sind die internationalen Flughäfen ans Bahnnetz angeschlossen; diese Alternative empfiehlt sich jedoch nur bedingt für Reisende mit großem Gepäck.

Das preisgünstigste Transportmittel in die Innenstadt sind überall die Flughafenbusse, die jedoch ohne Chinesischkenntnisse oft schwierig zu benutzen sind. Da Taxis billig sind, wird man sich meistens für diese bequemste aller Alternativen entscheiden, um ans Ziel zu gelangen.

Sechs Tage braucht die Transsibirische Eisenbahn für die 9000 km von Berlin über Moskau nach Peking. Die Strecke durch die Mongolei ist kürzer als durch die Mandschurei. Sie fahren im 4-Bett-Abteil (2. Klasse) oder 2-Bett-Abteil (1. Klasse). Die Preise liegen je nach Strecke und Klasse bei ca. 700 bis 1200 Euro ohne Visumgebühren, Verpflegung und Kosten für eine mögliche Fahrtunterbrechung in Russland. Information: Olympia Reisen Bonn 0228 400030 www.olympia-reisen.com . Buchen Sie zwei Monate im Voraus.

Ticketbuchung und Visumbeschaffung in China über Monkey Business Peking in Sanlitun versteckt gelegen; holen Sie sich eine telefonische Wegbeschreibung 010 65916519 www.monkeyshrine.com Mo–Sa 10–18 Uhr .

Auskunft

Chinesisches Fremdenverkehrsamt

CITS (China International Travel Service)

CITS Building 010 65222991 www.cits.net

Wer in China unterwegs ist, besorgt sich alle nötigen Informationen am besten am Hotelschalter – dort kann man meistens auch Fahrkarten bestellen, Ausflüge buchen usw. Fremdenverkehrsbüros wie in Europa gibt es in China nur in wenigen Städten, und wo es sie gibt, z. B. in Peking, Shanghai oder Xi’an, sind sie erfahrungsgemäß wenig nützlich.

Die wohl besten deutschsprachigen Internetseiten (samt Leserforum) finden sich unter www.chinaweb.de . Deutschsprachige Infos und (linientreue) Nachrichten aus und über China gibt german.china.org.cn . Für Geschäftsleute interessant ist die englischsprachige „Chinese Business World“: www.cbw.com . Eine Fülle von Chinathemen bietet www.hphein.de . Ebenfalls nützlich: www.chinafokus.de . Rucksackreisende finden Anregungen unter chinabackpacker.com . Chinesische Hotels, auf Englisch im Internet kaum präsent, bucht man mit kräftigen Rabatten z. B. über www.sinohotel.com oder www.travelchinaguide.com .

Bahn

In Expresszügen (Zugnummern C…, D... oder G…) gibt es Sitzwagen der 1. und 2. Klasse. In anderen Zügen unterscheidet man Hartsitzer (hard seater, yingzuo; heute immer gepolstert), Weichsitzer (soft seater, ruanzuo; nur bei Tageszügen), Liegewagen (hard sleeper, yingwo; ohne abgeschlossene Abteile) und Schlafwagen (soft sleeper, ruanwo; 4-Bett-Abteile).

Außer für Hardseater ist Sitz- bzw. Bettplatzreservierung nötig – daher ist es wichtig, zeitig Fahrkarten zu kaufen. Meist geht dies über das Businesscenter des Hotels. An Bahnhöfen muss man oft lange Schlange stehen, und das Personal versteht kein Englisch. Das Buchungssystem erfasst nicht alle Sitzplätze landesweit. Wer also in A keinen Fahrschein für die Fahrt von B nach C erhält, kann es in B noch mal versuchen. Bettplätze erhält man auch im Zug.

Bus

Busfahren ist auf Langstrecken oft strapaziös, doch viele interessante Ziele sind nicht anders zu erreichen. Auf viel befahrenen Strecken gibt es Kleinbusse, die losfahren, wenn alle Plätze belegt sind. Fahrkarten bekommen Sie am Busbahnhof (am Vortag besorgen) oder bei kürzeren Strecken im Bus selbst.

Innerstädtische Buslinien sind überall zahlreich und billig, man sollte sich jedoch genau die Route erklären lassen, ehe man sich für diese Alternative entscheidet. Schriftliche Infos an den Haltestellen gibt es praktisch nur auf Chinesisch.

Diplomatische Vertretungen

Deutsche Botschaft

Dongzhimenwai Dajie 17 Peking 010 85329000 www.peking.diplo.de

Österreichische Botschaft

Xiushui Nanjie 5 010 65329869 www.aussenministerium.at/peking

Schweizer Botschaft

Sanlitun Dongwu Jie 3 010 85328888 www.eda.admin.ch/beijing

Deutsche, österreichische und Schweizer Generalkonsulate gibt es jeweils in Hongkong, Kanton und Shanghai, ein weiteres deutsches in Chengdu. Über alle Daten informieren folgende Internetadressen:

Einreise

Frühestens 50 Tage vor der Einreise sind der chinesischen Botschaft bzw. dem zuständigen Konsulat vorzulegen: ein ausgefülltes Antragsformular, ein Passfoto, der Reisepass (sechs Monate gültig ab Einreisedatum) und die Visumgebühr (Deutschland: 30 Euro, Österreich: 30 Euro, Schweiz: 50 Franken; für Ausländer gelten Zuschläge, ebenso für raschere Bearbeitung, normal: vier Arbeitstage). Ausländer müssen eine Kopie der Aufenthaltserlaubnis vorlegen. Der Antrag darf nicht per Post eingereicht werden.

Formulare zum Selbstausdrucken und aktuelle Informationen finden Sie unter www.china-botschaft.de/det bzw. www.chinaembassy.at/det bzw. www.china-embassy.ch/ger/ .

Chinareiseveranstalter bieten immer auch einen Visumbeschaffungsdienst an.

Diplomatische Vertretungen der Volksrepublik China in Deutschland

  • Botschaft, Konsularabteilung Berlin Brückenstraße 10 10179 030 27588572
  • Generalkonsulat in Frankfurt (für Hessen, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland) Mainzer Landstraße 175 60326 069 75085534
  • Generalkonsulat in Hamburg (für Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Schleswig-Holstein) Elbchaussee 268 22605 040 82276018
  • Generalkonsulat in München (für Bayern) Romanstaße 107 80639 089 17301612

Botschaft der Volksrepublik China in Österreich

Konsularabteilung Wien Neulinggasse 29-1-11 1030 01 7103648

Diplomatische Vertretungen der Volksrepublik China in der Schweiz

  • Botschaft, Konsularabteilung Bern Lombachweg 23 3006 031 3514593
  • Generalkonsulat Zürich (für zwölf Nordschweizer Kantone und für Liechtenstein) Bellariastraße 20 8002 044 2011005

Bei Einreise über Hongkong werden Touristenvisa kurzfristig ausgestellt bei:

China Travel Service

Nathan Road 27–33 1/F, Alpha House 0852 29987888 www.ctshk.com

Touristenvisa sind 30 Tage ab dem Tag der Einreise gültig. Sie können in China zweimal um jeweils einen Monat verlängert werden. Zuständig sind die Ausländerbüros des Amts für öffentliche Sicherheit (Gong’anju), die Sie in jedem größeren Ort finden.

Fahrräder

Mieträder gibt es in vielen Hotels, manchmal auch am Bahnhof. Als Regel gilt: Langsam fahren, fleißig klingeln und immer nach vorn sehen! Motorfahrzeuge haben Vorfahrt, aber es gilt auch: Wer zuerst kommt, fährt zuerst. Und prüfen Sie vor der Fahrt unbedingt die Bremsen!

Fotografieren

Generell sind keine besonderen Regeln zu beachten. Sie sollten allerdings um Erlaubnis bitten, wenn Sie Personen fotografieren (außer an Stellen, wo auch Chinesen viel fotografieren).

Beachten Sie die Fotografierverbote in Tempelhallen. Fotografieren auf öffentlichem Privatgelände, beispielsweise in Kaufhäusern, wird oft vom Sicherheitspersonal unterbunden. Dies kann auch für Schaufensterauslagen gelten. Militärische Anlagen dürfen nicht fotografiert werden.

Geld & Kreditkarten

Heute finden sich in allen Städten sowie in vielen Hotels internationale Geldautomaten, aus denen man mit einer Debitkarte (z. B. Maestro) Geld ziehen kann. Für den Fall, dass die verloren geht (oder der Automat nicht funktioniert), sollte man auch Eurobargeld dabei haben (wird in den meisten Hotels getauscht) sowie zur Sicherheit eine zweite Debitkarte und eventuell Reiseschecks, zu deren Einwechslung man jedoch oft die örtliche Filiale der Bank of China aufsuchen muss.

Die in Europa verbreiteten Kreditkarten werden auch in den besseren chinesischen Hotels akzeptiert. Beim Geldwechsel muss der Reisepass vorgezeigt werden. Wichtig: Falls Sie bei Ihrer Ausreise aus China Geld zurücktauschen wollen, müssen Sie eine Umtauschquittung über mindestens denselben Betrag vorlegen.

Gesundheit

Impfungen sind nicht vorgeschrieben, empfehlenswert ist aber die Vorsorge gegen Hepatitis, bei Reisen nach Südchina gegebenenfalls gegen Malaria, Cholera und Typhus (rechtzeitig beim Hausarzt oder dem nächsten Tropeninstitut erkundigen; aktuelle Informationen finden Sie unter www.fit-for-travel.de oder www.auswaertiges-amt.de , Menüpunkt „Reise und Sicherheit“).

In die Reiseapotheke gehören Magen-Darm- und Grippetabletten, Schmerzmittel, Pflaster, Wundsalbe und Sonnencreme. Wer in abgelegene Regionen reist, schützt sich mit Einwegspritzen vor Infektionen im Ernstfall. Wenn Sie einen Tibetaufenthalt planen, sollten Sie unbedingt an Arznei gegen die Höhenkrankheit denken.

Leitungswasser sollten Sie in China nicht unabgekocht trinken. Sie können es jedoch bedenkenlos zum Zähneputzen verwenden.

Hongkong & Macau

Hongkong gehört seit 1997 wieder zu China, Macau seit 1999. Beide sind Sonderverwaltungszonen und von China (sowie untereinander) deutlich strenger getrennt als europäische Staaten unter sich. Beide haben eine eigene Währung, für beide gelten eigene Einreisebestimmungen, die jedoch liberaler sind: Man benötigt als Deutscher, Österreicher oder Schweizer Bürger kein Visum. Verkehrstechnisch sind beide mit dem übrigen China gut vernetzt durch die Flughäfen, durch Fähr- und Buslinien sowie im Falle Hongkongs auch durch die Eisenbahn.

Alles Weitere erfahren Sie aus dem MARCO POLO Reiseführer „Hongkong/Macau“.

Inlandsflüge

Flüge innerhalb Chinas können Sie übers Hotel, über China International Travel Service (CITS) oder direkt über die Fluglinie buchen. An den meisten Orten gibt es billige Zubringerbusse vom und ins Stadtzentrum (Abfahrtszeiten im Büro der Fluglinie erfragen). Die Flugzeuge sind großteils modern; trotzdem müssen Sie, besonders im Landesinneren, bei schlechtem Wetter mit Verspätungen rechnen.

Internetzugang

Den einfachsten Zugang ins Internet erhalten Sie in den Businesscentern der Hotels. Preiswerter sind externe Anbieter, die recht häufig sind – und häufig wechseln. Computer in China verwenden meist eine chinesische Benutzeroberfläche, zudem verweigert die Zensur den Zugriff auf viele ausländische Seiten.

Am besten, Sie haben einen tragbaren Computer oder Ihr internetfähiges Telefon dabei, dann können Sie in zahlreichen Cafés, Bars und Restaurants die WLAN-Netze nutzen, meistens sogar gratis. China ist in dem Punkt inzwischen besser entwickelt als Europa.

Kleidung

In Shanghai und anderen Metropolen ist man modisch längst up to date – doch bei Reisen übers Land sollte schlichte, strapazierfähige Kleidung den Vorzug erhalten.

Die Hotels bieten einen verlässlichen Wäschedienst an. Was Sie morgens abgeben, erhalten Sie am Spätnachmittag zurück. Bei Luxushotels kann die Wäsche allerdings teurer werden als ein Neukauf.

Post

Eine Postkarte nach Deutschland kostet 4,50 Yuan, der billigste Luftpostbrief 6 Yuan. Die Laufzeit beträgt ein bis zwei Wochen, von abgelegenen Orten aus kann die Post mehr als einen Monat unterwegs sein. Briefmarken erhalten Sie im Hotel. Pakete müssen offen ins Postamt gebracht und dort kontrolliert werden.

Preise & Währung

In China gilt das „Volksgeld“ Renminbi (RMB). Sein Außenwert ist an einen Währungskorb gekoppelt und hängt vor allem vom Dollar ab; wird also der Euro gegenüber dem Dollar stärker, reisen Bürger des Euroraums in China preiswerter. Die Einheiten des RMB sind: 1 Yuan (CNY) = 10 Jiao = 100 Fen. Im Alltag wird der Jiao fast immer Mao genannt (frei übersetzt: „Groschen“). Jiao-Beträge kommen nur noch selten vor, Fen-Beträge gar nicht mehr.

Für eine Dose inländisches Bier zahlen Sie im Laden 4 bis 5 Yuan; dieselbe Marke kann, im Hotel gezapft, mehr als das Zehnfache kosten. Für ca. 60 Yuan pro Person können Sie ordentlich, für das Dreifache ausgezeichnet essen – das gilt für die Metropolen. In kleineren Orten oder gar auf dem Land ist das Preisniveau deutlich niedriger.

Sehr preiswert sind die öffentlichen Verkehrsmittel: 100 km mit dem Überlandbus kosten etwa 25 Yuan. Eine Fahrt im Stadtbus kostet höchstens 2 Yuan, U-Bahn-Fahrten gibt es ab 2, meistens ab 3 Yuan.

Die Eintrittspreise für Sehenswürdigkeiten liegen meistens zwischen 20 und 50 Yuan, bei Spitzenattraktionen – etwa beim Besuch des Kaiserpalasts in Peking inklusive Schatzkammer und Tonbandführung – erreicht der Preis gelegentlich 100 Yuan. Beim Besuch von Naturparks ist zum Teil mit über 200 Yuan zu rechnen. Bei den großen staatlichen Museen dagegen ist der Eintritt frei.

Reisezeit

Die angenehmsten Temperaturen herrschen im Mai und Oktober. In Südchina sind zwischen April und September viele Regentage zu erwarten, im Norden im Juli und August. Die Winter im Norden sind sehr kalt und oft staubig. Im Frühjahr, vor Beginn der Regenzeit, können Sandstürme in Westchina jeden Verkehr zum Erliegen bringen. Südlich des Jangtse wird außerhalb der Touristenhotels im Winter nicht geheizt, obwohl die Temperaturen z. B. in Shanghai unter null Grad sinken können. Im äußersten Westen (Xinjiang, Tibet) müssen Sie mit großen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht rechnen.

Strom

220 Volt / 50 Hertz Wechselstrom. Viele Hotels verfügen über Steckdosen für unterschiedliche Stecker, in die mitteleuropäische Zweipolstecker problemlos passen. Auf Nummer sicher geht man mit einem internationalen Steckerset.

Taxi

Die meisten Großstädte sind mit Taxis recht gut versorgt, aber die Fahrer sprechen selten Englisch. Deshalb sollten Sie Ihre Zieladresse immer in chinesischen Schriftzeichen mit sich führen; lassen Sie sie z. B. im Hotel aufschreiben.

Meist haben Taxis ein Taxameter und einen festgelegten Kilometerpreis (etwa 1,50 bis 2,50 Yuan), der im Seitenfenster angebracht sein muss. Der Grundtarif liegt bei etwa 10 Yuan, er hängt wie auch der Kilometerpreis von der Wagenklasse ab. Handeln Sie für Ausflüge ins Umland einen Pauschalpreis aus.

Taxis außerhalb von Metropolen haben meist keine Lizenz für die Metropole selbst. Sollte man Sie bei der Rückfahrt daher am Stadtrand absetzen, ist dies kein böser Wille; Sie müssen dann mit einem städtischen Taxi weiterfahren.

In kleinen Orten stehen zuweilen nur Dreiradrikschas oder Motorradtaxis zur Verfügung. Hier heißt es: Erst feilschen, dann einsteigen.

Telefon & Handy

Alle Hotels in China verfügen über internationale Direktwahl, die meisten auch über Telefax.

Ihr Mobiltelefon wählt sich in China automatisch in das Netz eines Partners Ihres Mobilfunkanbieters ein. Die Gebühren für einen Anruf nach Hause sind unterschiedlich; pro Minute können über 2 Euro fällig werden. Wichtig zu wissen: Als Angerufener muss man die Auslandsverbindung z. B. ab Deutschland bezahlen. Im Normalfall ist es günstiger, vom Hotel aus zu telefonieren. Außerdem gibt es öffentliche Telefonkioske, von denen aus man per Telefonkarte preisgünstig Auslandsgespräche führen kann. Bleiben Sie länger, wird sich der Kauf einer chinesischen Simkarte rasch amortisieren.

Chinesische Mobilfunknummern beginnen mit einer 1, Ortsnetzkennzahlen mit einer 0. Wie in Europa wählen Sie die Vorwahl mit, wenn Sie ein Mobiltelefon benutzen, bei Ortsgesprächen auf dem Festnetz kann sie entfallen. Rufen Sie in China aus dem Ausland an, so entfällt die einleitende 0 der Ortsvorwahl.

Vorwahl nach Deutschland: 0049 , nach Österreich: 0043 , in die Schweiz: 0041 . Vorwahl für China: 0086 .

Trinkgeld

In Restaurants gibt man generell kein Trinkgeld. Gleiches gilt beim Taxifahren, allerdings macht sich lächerlich, wer sich auf den Zehntel Yuan genau herausgeben lässt.

Bei Pauschalreisen sind die Reiseleiter und Busfahrer jedoch auf Trinkgelder angewiesen (Richtwert: 10 Yuan pro Tag von jedem Reisenden für beide zusammen). Extraleistung sollte zusätzlich honoriert werden.

Zeit

In ganz China gilt das ganze Jahr über Pekinger Zeit: Mitteleuropäische Zeit (MEZ) plus sieben Stunden, während der europäischen Sommerzeit plus sechs Stunden. Damit der Tageslauf von der tatsächlich Ortszeit nicht zu sehr abweicht, beginnt man den Tag um so später, je weiter man nach Westen kommt. In Kashgar beispielsweise beträgt der faktische Zeitunterschied zwei Stunden – Mittag beispielsweise ist erst gegen 14 Uhr.

Zeitungen

Mit der freien Berichterstattung ist es in China so eine Sache. Nur in den Großstädten ist eine begrenzte Zahl englisch- oder deutschsprachiger Zeitungen aus dem Ausland zu haben. Die offiziöse „China Daily“ mit ihrem Gemisch aus Politik, internationalen Nachrichten und Tourismus erhält man dagegen in vielen Hotels – kostenlos. Provinzstädte erreicht das Blatt aber erst nach Tagen.

Zoll

Eingeführt werden dürfen zwei Flaschen Spirituosen (je 750 ml) und 400 Zigaretten. Ohne weitere Formalitäten darf man Devisen im Wert von bis zu 5000 US-Dollar ein- und ausführen. Nicht ausführen darf man Geldbeträge über 20 000 Yuan und Gegenstände des kulturellen Erbes (Antiquitäten), sofern sie nicht mit rotem Siegel freigegeben sind. Zollfreie Mengen in die EU und die Schweiz: u. a. 200 Zigaretten oder 50 Zigarren oder 250 g Tabak, 1 l Spirituosen über oder 2 l bis 22 (Schweiz: 15) Vol.-%, 4 l Wein sowie andere Waren im Wert bis zu 430 Euro (300 Franken). Weitere Informationen: www.zoll.de .

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Als Dr. Hans-Wilm Schütte nach dem Abitur 1967 beschloss, Chinesisch in Wort und Schrift zu lernen, ahnte er nicht, dass diese Wahl sein Leben prägen sollte. Als Sinologe begann er bald, sich mit China ein ganzes kulturelles Universum zu erschließen. Seit 1989 widmet er sich dem Land als freiberuflicher Publizist und universitärer Lehrbeauftragter und bereist es, auch als Reiseleiter, ein- bis zweimal im Jahr.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de

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