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Reiseführer China:Bloss nicht

Auch in China gibt es Dinge, über die man informiert sein sollte

An Feiertagen verreisen

Zum Chinesischen Neujahr sowie in der ersten Mai- und Oktoberwoche machen ein paar Hundert Millionen Chinesen Urlaub. Dann sind alle Transportmittel hoffnungslos überfüllt, Tickets kaum zu bekommen, und die Touristenorte bersten vor Reisenden – besonders prekär bei geringer Bettenzahl. Auch eine Tour auf einen der heiligen Berge sollte man dann lieber nicht unternehmen.

Beim Essen die Hygieneregeln missachten

Essen Sie am Straßenrand keine Speisen, die lange warm gehalten werden, der Krankheitserreger wegen. Eine Hepatitisimpfung, Magen-Darm-Tabletten und Einweg-Essstäbchen an den Imbissbuden sollten Sie vor dem Gröbsten bewahren. Und: Hände weg von lebendem oder frisch geschlachtetem Federvieh!

Tiger, Panda und Co. gefährden

Geschützte Tiere sollen auch geschützt bleiben. Tragen Sie bitte dazu bei, indem Sie auf Elfenbeinsouvenirs, Felle und Leder geschützter Tierarten sowie auf dubiose Stärkungsmittel aus Tigerknochen verzichten.

Reisen im Eiltempo

Wir lächeln gern über asiatische Touristen, die in wenigen Tagen quer durch ganz Europa jetten, aber wie sieht es umgekehrt aus? China hat die Ausmaße Europas, da ist Reisestress vorprogrammiert. Beschränken Sie sich auf eine bestimmte Region – oder wählen Sie moderne Verkehrsmittel wie die Hochgeschwindigkeitszüge.

Zu viel fürs Taxi zahlen

Sollte ein Taxifahrer „vergessen“, das Taxameter einzuschalten, sollten Sie nach dem Fahrpreis fragen. Der korrekte Preis wird nicht mehr als die Hälfte betragen – der Rest ist Verhandlungssache. Wenn Sie eine Landpartie machen und nicht im Reisfeld übernachten wollen, vereinbaren Sie eine Tagespauschale.

Sich einen Schnupfen holen

Gerade im Sommer kommt mancher Chinareisende mit einer üblen Erkältung nach Hause. Kein Wunder: Wenn unter freiem Himmel der Schweiß in Strömen fließt, wird in chinesischen Hotels, Restaurants und Zugabteilen die Klimaanlage bis zum Anschlag aufgedreht. Ein leichter Pullover gehört deshalb unbedingt ins Handgepäck.

Zwei und acht verwechseln

Wenn Sie von irgendetwas zwei Exemplare möchten, halten Sie niemals Daumen und Zeigefinger hoch – denn das bedeutet acht, da es der chinesischen Ziffer 8 ähnelt! Richtig ist: Zeigefinger und Mittelfinger.

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Als Dr. Hans-Wilm Schütte nach dem Abitur 1967 beschloss, Chinesisch in Wort und Schrift zu lernen, ahnte er nicht, dass diese Wahl sein Leben prägen sollte. Als Sinologe begann er bald, sich mit China ein ganzes kulturelles Universum zu erschließen. Seit 1989 widmet er sich dem Land als freiberuflicher Publizist und universitärer Lehrbeauftragter und bereist es, auch als Reiseleiter, ein- bis zweimal im Jahr.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de