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Reiseführer Brasilien:Freizeit & Sport

Wasser, Wellen, Wind: Sport in der Natur und ein ausgeprägtes Körperbewusstsein prägen den Homo esportivus brasilensis

Volleyball und Basketball, Judo und Karate, Schwimmen und Marathon – die Brasilianer sind ebenso passionierte aktive Sportler wie begeisterte Zuschauer bei Wettkämpfen. Berge und Wälder ermöglichen die verschiedenen Extremsportarten, und an der Küste wird natürlich Wassersport betrieben, allen voran das Surfen. Die teureren Sportarten wie Golfen, Reiten, Segeln oder Tennis können nur die wohlhabenderen Brasilianer praktizieren.

Sonstige Sport & Wellness

Angeln

Große Fische angeln Sie im Feuchtgebiet Pantanal, im Amazonasgebiet und an der Küste. Dazu brauchen Sie in Brasilien keinen Angelschein, sondern nur die entsprechende Ausrüstung. Am Strand angeln oder mit einem Fischerboot rausfahren darf jeder; Hochseeangeln ist dagegen ein exklusives, weil teures Vergnügen und deshalb als Hobby bei Brasiliens Millionären beliebt. Ins Pantanal und ins Amazonasgebiet werden von Agenturen mehrtägige Angeltouren angeboten. Sie können ein Schiff – komplett mit Kapitän und Koch – auch am Hafen von Corumbá oder Manaus chartern. Na denn: Petri heil! Infos unter www.angelmagazin.com/Sued-Amerika.html

Bodystudios

Im Land des Körperkults gibt’s an jeder Ecke Sportstudios. Auch an der Strandpromenade oder auf Plätzen in der Stadt sind Sportgeräte aufgebaut. Ob Sie an Geräten arbeiten oder Gymnastik machen: Es bringt Spaß, und Sie lernen Leute kennen.

Fußball

Fußball wird gespielt, wo es einen Ball gibt. Versuchen Sie einfach mitzuspielen. Die Fußballvereine unterhalten escolinhas de futebol, wo die Kinder trainieren können.

Golf

Golfplätze gibt es im Einzugsgebiet der großen Städte und in den Urlaubsregionen, oft angeschlossen an eine Resort-Hotelanlage. Auch Nicht-Mitglieder werden meist akzeptiert. In Rio können Sie im Gávea Golf-Club www.gaveagolf.com.br in São Conrado putten, der Clube de Campo www.fpgolfe.com.br in São Paulo liegt in der Nähe der Autorennbahn in Interlagos. Infos zu den interessantesten Plätzen finden Sie unter www.brasiliengolf.ch .

Fahrradtour

Das Fahrrad ist auf dem Land ein wichtiges Transportmittel, aber Radfahren ist riskant: Radwege gibt es nur wenige, und im Straßenverkehr gilt das Recht des Stärkeren. Dennoch gibt es ein paar schöne Programme: Biken in Rio’s Zona Sul, Mountainbiking zwischen Rio und São Paulo oder in Bahia, am besten über einen Anbieter wie www.brazadv.de .

Reiten

In den Reitclubs können Sie Unterricht nehmen. Mehrtägige Reiturlaube buchen Sie am besten über einen Veranstalter wie www.ridingbrazil.de . Ausritte gehören zum Standardprogramm auf den meisten Fazendas – egal ob im Pantanal, bei den Gauchos oder den Kaffee-Fazendas. www.cavalgadasbrasil.com.br

Surfen

Brasilien ist ein Surfparadies. Entlang der fast 8000 km langen Küste gibt es viele Strände, an denen man surfen (pegar onda) kann. Die größten Wellen und die schönsten Strände gibt es auf Fernando de Noronha und bei Itacaré in Bahia. Zur Liste der Surfer-Top-Ten gehören Icaraí in Ceará, Praia da Pipa in Natal, Maracaípe in Pernambuco, Praia do Francês in Maceió, Itacaré in Bahia, Prainha in Rio, Maresias in der Nähe von São Paulo, Praia da Joaquina in Florianópolis und Torres in Rio Grande do Sul.

Die Windsurf-Hochburg sind die Strände und Lagunen Cearás, vor allem Jericoacoara, aber Sie können auch in Salvador, Búzios oder auf der Ilha Bela windsurfen. Auch das Kitesurfen, das waghalsige Surfen am Lenkdrachen, findet man inzwischen überall, der Point ist Cumbuco in Ceará. Eine Kite-Surf-Schule mit Pousada ist Durobeach Rua Beatriz Correia 64 085 33187491 www.durobeach.com 17 Zi. . Wie bei vielen der neuen Pousadas in Cumbuco sind die Besitzer Ausländer, die wegen der idealen Bedingungen hier geblieben sind.

Sonstiger Ort der Aktivität

Tanzen

Die meisten Brasilianer sind begnadete Tänzer – normalerweise haben sie sich die Bewegungen irgendwo abgeschaut. Das können Sie auch: bei den Proben der Sambaschulen in Rio oder der Trommelgruppen in Salvador. Ob Samba oder Afro, Jazz oder Ballett – überall im Land gibt es Tanz- und Ballettschulen, Kurse in Sport- und Fitnessstudios. Auch beim Tanz ist vieles der Mode unterworfen: War gerade noch Lambada angesagt, kann es schon kurz darauf suingue baiano („Swing aus Bahia“) sein.

Tauchen

Das Topziel für Taucher und Meeresliebhaber ist Fernando de Noronha, wo auch Schnorchler sich wie im Aquarium fühlen. Auch vom Festland aus können Sie an verschiedenen Stellan im Nordosten zwischen Ceará und Pernambuco tauchen, Infos unter www.tauchen-in-brasilien.de . Abrolhos im Süden von Bahia ist ein Nationalpark und ein Paradies auch für ungeübte Taucher. Zu den besten Tauchgebieten Brasiliens gehört die Gegend um Búzios und die Ilha Grande im Staat Rio de Janeiro. Tauchen können Sie auch in Südbrasilien: Die Ilha do Arvoredo südlich von Florianópolis hat im Sommer gute Sichtverhältnisse und ist reich an riesigen Zackenbarschen, Rochen und Meeresschildkröten: Patadacobra in Bombinhas 047 33692119 www.patadacobra.com.br . In der Gegend von Bonito schnorcheln und tauchen Sie im klaren Wasser der Flüsse – super auch für Ungeübte. Infos für Pernambuco und Ceará: www.tauchen-in-brasilien.de

Volleyball

Nach Fußball ist Volleyball eine der beliebtesten Sportarten in Brasilien. Die Herren- wie die Damen-Nationalmannschaften liegen bei internationalen Turnieren meist auf den vordersten Plätzen. Im Beachvolleyball ist Brasilien fast unschlagbar. An den Stränden von Rio werden jetzt sogar Trainingsstunden angeboten. Futevolley ist eine Erfindung der fußballvernarrten Cariocas: eine Art Beachvolleyball, aber gespielt mit den Füßen.

Wandern

Wandern & Klettern

Für Wanderer und Kletterer gibt es in Rio und Umgebung etliche Möglichkeiten, in der Natur unterwegs zu sein, wie die Nationalparks von Tijuca und der Serra dos Órgãos bei Teresópolis, die Itatiaia-Region und die Insel Ilha Grande. In Südbrasilien sind die Canyons der Aparados da Serra ein Erlebnis. In Bahia können Sie Touren in der Chapada Diamantina machen ( www.terrachapada.com.br ). Am besten, Sie wenden sich an einen Veranstalter, da es meist keine ausgewiesenen Wanderwege gibt. Man braucht einen Guide, der je nach Gebiet u. U. auch von der Behörde anerkannt sein muss. Centro Excursionista Brasileiro www.ceb.org.br , Rio Hiking Tours www.riohiking.com.br , Ecoturismo www.ecoralph.com . Rapel heißt das Abseilen, das immer beliebter wird: von überhängenden Felsvorsprüngen, in Canyons, Höhlen oder an Wasserfällen.

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Petra Schaeber begeisterte sich schon als Schülerin für Lateinamerika. Nach den ersten Reisen auf den Kontinent absolvierte sie die Journalistenschule und ein Wirtschaftsstudium in Köln und Rio de Janeiro. Heute lebt die von der afrobrasilianischen Kultur faszinierte Autorin und Journalistin mit ihrer Familie in Salvador da Bahia im Nordosten Brasiliens.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de

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