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Reiseführer Bayerischer Wald:Erlebnistouren

Jeder Zipfel dieser Erde hat seine eigene Schönheit. Wenn Sie Lust haben, die einzigartigen Besonderheiten dieser Region zu entdecken, wenn Sie tolle Tipps für lohnende Stopps, atemberaubende Orte, ausgewählte Restaurants oder typische Aktivitäten bekommen wollen, dann sind diese maßgeschneiderten Erlebnistouren genau das Richtige für Sie. Machen Sie sich auf den Weg und folgen Sie den Spuren der MARCO POLO Autoren.

Der Bayerische Wald perfekt im Überblick

Tag 1

Regensburg schmückt sich mit fast 1400 Denkmälern - unmöglich, sie alle zu sehen. Die absoluten Musts wie das Alte Rathaus oder den Dom St. Peter entdecken Sie aber schon beim Spaziergang durch die Altstadt. Nach dem Pflicht-Mittagessen in der Historischen Wurstküche setzen Sie die Besichtigung auf der Strudelrundfahrt bequem mit dem Schiff fort. Zu Urlaubsbeginn ist jeder reif für die Insel: Nächtigen Sie im denkmalgeschützten Sorat Insel-Hotel mitten auf der Donau.

Tag 2

Die St 2125 führt entlang der Donau zur Walhalla . Bei einer Brotzeit auf der mächtigen Treppenanlage genießen Sie die fürstliche Aussicht auf die Donauebene. Sie fahren weiter donauabwärts und überqueren den Fluss bei Wiesent. Die B 8 bringt Sie nach Straubing , wo Sie im Tiergarten Straubing das Leben an und in der Donau kennenlernen. Unterkunft bietet das Hotel Villa.

Tag 3

Auf der St 2125 und der St 2148 erreichen Sie die Burg Falkenstein , von der Sie weit ins Land blicken. Schlendern Sie auch durch den märchenhaften Schlosspark! Über Michaelsneukirchen geht es nach Cham und dann auf der B 20 nach Furth im Wald . Besuchen Sie auf leisen Sohlen das schlafende Ungetüm des Further Drachenstichs in seiner Drachenhöhle und spazieren Sie auf einem Steg (April-Okt.) über den Drachensee, ohne nasse Füße zu kriegen. Im Café zur Mühle gibt es leckeren Kuchen aus selbst erzeugtem Mehl. Zur Nacht geht's in den familiären Hotel-Gasthof Fellner.

Tag 4

Die St 2154 führt gen Süden in den Lamer Winkel. Über den Brennes erreichen Sie den Großen Arber . Mit der Gondel geht es hinauf, auf dem Panoramaweg spazieren Sie um den Gipfel und kehren zur Brotzeit im Arberschutzhaus ein. Die Fahrt auf der Arberseestraße nach Bodenmais wirkt wie ein romantischer Naturfilm. Im Gläsernen Wald in Regen zeigen hiesige Glaskünstler, was sie drauf haben. Über Zwiesel gelangen Sie nach Frauenau , wo das Glasmuseum all Ihre Fragen zur regionalen Glasindustrie beantwortet. Nutzen Sie auch die Gelegenheit zum Shopping im Werksverkauf der Glashütte Eisch. Unterkunft finden Sie im Hotel Zum Friedl in St. Oswald-Riedlhütte.

Tag 5

Folgen Sie der FRG 4 nach Waldhäuser zur Kapelle am Lusen . Ein mit einem grünen Keil gut markierter Wanderpfad führt auf den Berg, der die Anstrengung mit einer atemberaubenden Aussicht und dem Sonnenuntergang auf 1373 m Höhe belohnt. Unterhalb des Gipfels hält das Lusenschutzhaus eine Brotzeit und eine einfache Unterkunft bereit.

Tag 6

Morgens genießen Sie den Sonnenaufgang auf dem Gipfel, bevor es auf dem teils steilen, mit einem Luchs markierten Weg hinunter geht. Nehmen Sie die FRG 4 und dann die FRG 5 (Nationalparkstraße) nach Neuschönau . Am Hans-Eisenmann-Haus ist ein Gang durchs Tierfreigelände des Nationalparks Pflicht. Auf dem Baumwipfelpfad blicken Sie von oben auf das grüne Dach des Bayerwalds. Auf der FRG 5, 19 und 41 sowie B 533 und St 2132 gelangen Sie nach Hauzenberg , wo ein Überraschungsmenü im Naturhotel Gidibauer-Hof den Tag krönt.

Tag 7-8

Der nächste Tag beginnt mit einem Ausflug in die Unterwelt, zunächst in den multimedialen Steinwelten des Granitzentrums Bayerischer Wald. Nicht weit entfernt an der St 2320 Richtung Untergriesbach liegt das Graphit-Besucherbergwerk Kropfmühl. Anschließend fahren Sie über Untergriesbach und Obernzell zu einem Abstecher nach Jochenstein . Beim Besuch an Deutschlands größtem Flusskraftwerk und im Naturerlebniszentrum Haus am Strom vervollständigen Sie Ihr Wissen über den Lebensraum Donau.

Die B 388 führt in die barocke Dreiflüssestadt Passau , wo Sie zwei Nächte im Hotel Residenz an der Donau verbringen. Zur Abendjause geht's in den Biergarten des Gasthofs Knott. Warum Passau auch "schwimmende Stadt" genannt wird, erfahren Sie am nächsten Tag bei einer Dreiflüsse-Stadtrundfahrt mit dem Schiff. Danach geht es zu Fuß hinauf zum Oberhausmuseum, wo sich von der Café-Terrasse ein prima Panorama bietet. Beim anschließenden Spaziergang entdecken Sie den Stadtteil Innstadt und speisen abends im lauschigen Weingarterl der Stiftschenke.

Tag 9

Auf A 3 und B 12 gelangen Sie ins Rottal. Ein Abstecher führt auf der B 388 nach Ruhstorf zur Siebenschläferkirche mit ihrem schönen Rokokoaltar. Zurück auf der B 12 erreichen Sie das Bäderdreieck, bekannt für seine Thermalbäder. Sie planschen bei schönem Wetter lieber im Naturfreibad Pocking . Auf der B 12 und der St 2110 geht es nach Bad Birnbach in den traditionsreichen Gasthof Wasner . Auf der St 2116 und 2119 fahren Sie Richtung Donau und queren den Fluss in Vilshofen. Die A 3 führt nach Deggendorf mit seinem schmucken Stadtplatz. Prosit: Im Museum der Brennerei zum Bären verkosten Sie den Bärwurz, danach geht's zum zünftigen Abschiedsessen ins Gasthaus zur Knödelwerferin.

Stille Momente zwischen Gotteszell und Egg

8:30

Von Deggendorf fahren Sie auf der B 11 nach Gotteszell, wo in einem einzigen Bau gleich vier kunsthistorische Epochen vereint sind. Entdecken Sie in der schmucken Pfarrkirche St. Anna die Elemente aus Romanik, Gotik, Rokoko und Barock? Danach geht es mit dem Auto auf der REG 14, 11 und der DEG 3 Richtung Bernried. Nach etwa 11 km weist ein Schild den Weg rechts ab zum Wild-Berghof Buchet der gastfreundlichen Familie Gstettenbauer. Im Hofladen (tgl. 10-18 Uhr) shoppen Sie hausgemachte Hirschwürste vom Hof genauso wie Kunsthandwerk aus dem Bayerwald. Vor allem aber bekommen Sie hier Wildfutter für die Damwild-, Rotwild-, Sika- und Mufflonrudel des Hofs. Es sind so gut wie immer einige kecke Tiere dabei, die herankommen und Ihnen vorsichtig aus der Hand fressen.

11:00

Hinter dem Gasthof beginnt steil nach oben Ihre Wanderung auf dem Großen Wild-Rundweg. Vorbei an geschnitzten Tierfiguren und an einer Pferdekoppel entlang passieren Sie den ersten Durchlass. Links geht es weiter, sanft bergab und in Kurven wieder bergauf. Wurzelwerk auf Augenhöhe beweist, wie entschlossen die Bergwaldbäume sich im felsigen Boden festkrallen. Bei einem Holzplatz links scheint der Weg sich zu gabeln. Sie halten sich rechts, gehen an der nächsten Gabelung links und gelangen auf eine karge Bergwiese, die auf Häuser zuführt. Zwischen den Häusern erreichen Sie eine Teerstraße, ein Schild behauptet, der Große Rundweg beginne unterhalb Ihres Standorts. Biegen Sie trotzdem links auf die Straße ein. Wieder im Wald, geht es auf einem Forstweg bergab, ein klarer Bach gurgelt rechts des Wegs. Ziehen Sie die Schuhe aus und machen Sie Ihre private Kneippkur im eiskalten Wasser.

Am Ende des Waldstücks gehen Sie zwischen den Gebäuden der Einöden Waldhaus und Jagdhaus hindurch. Am letzten Gebäude rechts in Waldhaus zeigt der Hofherr seine Jagdleidenschaft mit Rehgeweihen und einem vermeintlichen Gamsbock - das ist jedoch sein Hausziegenbock, der Burli. Sie folgen nun ein kleines Stück einer Teerstraße bergab. Richten Sie den Blick ins Tal - Sie haben weite Sicht auf den Gäuboden und bei gutem Wetter bis zu den Alpen. Die Straße führt in einen Weiler. An einer Hauskapelle mit vielen Figuren biegen Sie links ein und erreichen jenseits der Senke wieder den Wild-Berghof Buchet , wo Sie sich mit einem Mittagessen auf der Terrasse belohnen. Der Chef kocht selbst, was seine Gehege und die Jagden in Waibling und Kalteck hergeben.

15:00

Anschließend geht es im Auto weiter nach Süden über Leithen und Edenstetten nach Egg. Rechter Hand ist Schloss Egg unübersehbar. Auf einer Führung wandeln Sie durch 900 Jahre Geschichte in Gemäuern, die schon als Filmkulisse dienten. Zum Ende des Tages haben Sie sich eine Brotzeit im romantischen Burg-Biergarten verdient, bevor Sie auf der DEG 2 zurück nach Deggendorf fahren.

Von Cham nach Furth im Wald

Tag 1

Bald nach dem Start in Cham sehen Sie zu Ihrer Rechten die ersten Berge in der Ferne. Leicht zu erkennen sind die äußersten Gipfel des Höhenzugs Hoher Bogen: an dessen linkem Ende der Burgstall (976 m) mit seinem dunklen Radio-Sendeturm, am rechten Ende der Schwarzriegel (1079 m) mit zwei hellen Türmen eines stillgelegten Nato-Horchpostens. In Kothmaißling verlassen Sie kurz den Chambtal-Radweg. Von der Steinmetzstraße biegen Sie nach rechts in die Raindorfer Straße ab. Auf der Straßenseite gegenüber liegt das Gasthaus Wagner , wo Sie sich eine Brotzeit in der Metzgerei holen. Zurück auf dem Radweg, sind Sie bald wieder am Fluss. Nun heißt es runter vom Radl, ab ans Ufer und Pause machen!

Weiter geht es nach Arnschwang . Wo der Kreuthweg in die Zenchinger Straße mündet, biegen Sie rechts ab in den Ortsteil Nößwartling. Hier erwartet Sie mit dem Eisvogelsteig des LBV-Zentrums Mensch und Natur eine spritzige Abwechslung auf Ihrer Radtour. In Wathosen und ausgestattet mit einem Audioguide stapfen Sie auf einem Klettersteig im Wasser durch den kühlen Chamb. Für die 100 m lange Strecke haben Künstler 15 Infostationen gestaltet.

Danach geht es in den Arnschwanger Jubiläumspark hinter der Touristinfo, gleich bei der Kirche: Hier schnuppern Sie sich durch den Kräutergarten und erfahren alles über die Vogelwelt des Chambtals. Ihre Unterkunft für die Nacht, das Natur- und Wohlfühlhotel Brunner Hof, hat einen lauschigen Biergarten über dem Fluss, wo Sie den Tag ausklingen lassen.

Tag 2

Am nächsten Tag geht es über Kirchgasse und Schlossweg zurück auf die Radwegtrasse, die Sie nach Furth im Wald führt. Machen Sie einen Ausflug zu Geistern, Fledermäusen und Gespenstern - im Gängelabyrinth unter der Stadt, den Further Felsengängen. Den Eingang erreichen Sie über Grabitzer Straße, Färberweg, Von-Müller-Straße, Kirchplatz und Kramerstraße Richtung Stadtplatz. Ein weiteres Abenteuer erwartet Sie in der Erlebniswelt Flederwisch jenseits der Bahngleise. Im Themencafé machen Sie Rast, bevor Sie im Dampfmaschinen-Spektakel, Goldgräber-Camp und geheimnisvollen Garten auf Zeitreise gehen. Vom Bahnhof bringt Sie die Oberpfalzbahn zurück nach Cham .

Inntour zu Land und zu Wasser

8:00

Auf dem Steg des Kraftwerks Passau-Ingling gelangen Sie hinüber nach Österreich und biegen dann gleich rechts auf den Inntalradweg ab, um flussaufwärts über Wernstein in die Wehr- und Barockstadt Schärding zu radeln. Dort sind das schmucke Häuserensemble und die geschlossenen Fassaden rund um den zentralen Stadtplatz sehenswert. Eine Erfrischung in uriger Atmosphäre bekommen Sie im Bums'n, das Musikkneipe und Bräustüberl in einem ist.

11:00

Anschließend geht es aufs Wasser, und für Sie beginnt der Faulenzer-Teil der Tour. Auf der MS Gerda fahren Sie innabwärts Richtung Passau. Verschnaufen Sie, während die malerische Kulisse der Flusslandschaft und das Kloster Vornbach an Ihnen vorbeiziehen. Gleichzeitig erspüren Sie aber auch die Gefahren, denen die Salzschifffahrer einst im schmalen Inndurchbruch bei Wernstein ausgesetzt waren. Zurück in Schärding, schwingen Sie sich aufs Rad und fahren über die alte Innbrücke auf die deutsche Seite. Vergessen Sie aber nicht, von der Brücke aus noch einen Blick zurück auf die Stadt zu werfen, sie zeigt sich hier von ihrer schönsten Seite. Am anderen Ufer liegt Neuhaus am Inn . Im Ortsteil Vornbach erwartet Sie eine Brotzeit im Biergarten des Landgasthofs Resch.

15:00

Zum Dessert gibt es eine Portion Kunstgeschichte: Werfen Sie einen Blick in die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt des Klosters Vornbach. Sie stammt aus dem frühen Rokoko. Wenn auf der Weiterfahrt Richtung Passau der Radweg steil ansteigt, ist schieben keine Schande, sondern ratsam. Nun fahren Sie auf der deutschen Seite unmittelbar am idyllischen Innufer Ihrem Ziel entgegen. Am Waldausgang kurz vor dem Kraftwerk schütteln Sie zum Abschluss der Tour Arme und Beine aus: Der Waldspielplatz mit wackeligem Geschicklichkeitsparcours ist eine Riesengaudi auch für Erwachsene. Danach geht es zurück zum Parkplatz des Kraftwerks Passau-Ingling .

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Eigentlich kam die Oberbayerin 1984 nur zum Studieren nach Passau. Doch der Bayerische Wald ließ sie nicht mehr los. Das Mosaik aus Bergwiesenidyll und Stadtgewimmel faszinierte sie genauso wie die Menschen hier. Bis 1999 berichtete Christine Pierach als Redakteurin der Passauer Neuen Presse aus der Region, heute arbeitet sie in Passau als freie Journalistin und Fotografin.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de

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