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Reiseführer Bangkok:Bloss nicht

Wer Kippen wegwirft und den König beleidigt, bekommt Ärger

Sich auf Drogenhändler einlassen

Wer mit Drogen erwischt wird, muss mit drakonischen Folgen bis hin zur Todesstrafe rechnen. Selbst kleinste Mengen von ganja (Marihuana) können Sie ins Gefängnis bringen. Also gehen Sie einfach weiter, wenn Ihnen in den Travellerhochburgen wie der Khao San Road ein Unbekannter ganja anbietet. Zumal Dealer hin und wieder ihre Kunden an die Polizei verpfeifen.

Ohne Kleingeld ins Taxi steigen

Die Fahrer sagen gern mal beim Bezahlen: „Leider habe ich kein Wechselgeld.“ Und versuchen so, Ihnen noch ein Trinkgeld abzuluchsen. Auch in den Bus sollten Sie nicht ohne Münzen steigen. Dort kassiert der Schaffner während der Fahrt, und es muss schnell gehen mit der Bezahlung. Wenn Sie mit einem großen Schein wedeln, kann es dauern, kostet Nerven – und Sie verpassen womöglich den Ausstieg.

Das Königshaus beleidigen

Kritik an der Monarchie ist in Thailand ein Tabu. Das gilt auch für Ausländer. 2009 wurde der australische Autor Harry Nicolaides zu drei Jahren Gefängnis verurteilt, weil er sich in einem Buch kritisch über den Kronprinzen geäußert hatte. Der König selbst begnadigte ihn nach wenigen Wochen, aber Nicolaides musste vorher schon ein halbes Jahr Untersuchungshaft absitzen.

Schleppern folgen

Ja, tatsächlich, es gibt Taxi- und Tuk-Tuk-Fahrer, die eine Sightseeingtour zum Nulltarif oder zum Spottpreis anbieten. Die Tour kann Sie aber teuer zu stehen kommen. Denn unter Garantie wird Sie der Fahrer in ein Geschäft bringen, wo er Kommission kassiert. Und Geschäfte, die mit solchen Schleppern arbeiten, sind darauf spezialisiert, ihre Kunden abzuzocken. Aber nicht nur motorisierte Schlepper sind in Bangkok unterwegs. An wichtigen Sehenswürdigkeiten (besonders nahe dem Grand Palace!) lauern auch als freundliche Passanten getarnte Trickbetrüger auf Opfer. Sie erzählen Ihnen etwa, dass der Palast wegen eines Feiertags geschlossen ist, aber dass sie Ihnen gern andere Sehenswürdigkeiten zeigen. Auch diese Tour wird unweigerlich in dubiose Geschäfte führen. Faustregel: Thais sind generell zurückhaltend und sprechen Fremde nicht auf der Straße an. Mehr Infos zu Touristenfallen finden Sie auf www.bangkokscams.com.

Abfall auf die Straße werfen

Werfen Sie nichts auf die Straße, nicht einmal eine Zigarettenkippe. Die Stadtverwaltung hat nicht nur Warnschilder aufgestellt, sie kontrolliert auch verstärkt und fordert Bußgelder von bis zu 50 Euro – besonders in Touristenvierteln. Die Vermutung, dass gerade die „reichen“ Touristen zur Kasse gebeten werden, ist nicht von der Hand zu weisen. Aber das wird Ihnen auch nicht weiterhelfen, falls Sie erwischt werden.

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Als der Journalist Wilfried Hahn 1978 zum ersten Mal in Thailands Hauptstadt kam, standen dort noch keine Hochhäuser. Heute lebt er jedes Winterhalbjahr in Thailand und besucht Bangkok regelmäßig. „Diese Stadt“, sagt er, „ist unglaublich spannend. Bangkok kann man nicht erobern, Bangkok erobert Sie!“ Für MARCO POLO schreibt Wilfried Hahn auch die Bände Thailand, Ko Samui, Krabi und Phuket.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de