"Die Natur wirkt unberührt, man fühlt sich losgelöst von allem - und wird dann vom Müll eingeholt", erzählt Rüger, der aber auch seine eigene Reise selbstkritisch sieht. Kindliche Neugier habe ihn nach Spitzbergen getrieben und die Suche nach "Lost Places", nach verlassenen Orten für sein Fotoprojekt. Das Müllsammeln während der einwöchigen Kreuzfahrt sei natürlich ehrenwert, aber auch ein Feigenblatt: "Immerhin waren wir ja auf einem großen Dieselschiff unterwegs - das lässt mich schon zwiespältig zurück", gesteht der Bremer, der inzwischen in Berlin lebt.

Im Bild: Expeditionsschiff "Ortelius" am Pier von Longyearbyen

Bild: Jörg Rüger 9. August 2017, 12:382017-08-09 12:38:14 © SZ.de/edi/dd