
Es ist auch in Deutschland noch nicht lange her, ein paar Jahrzehnte nur, dass Haustiere nicht zum Spielen da waren. Höchstens Reiche konnten es sich leisten, Schoßhündchen durchzufüttern. Andere Tiere mussten für ihren Lebensunterhalt - und oft auch für den ihrer Besitzer - mehr oder weniger hart arbeiten: Der Hofhund hatte zu wachen, der Ochse den Pflug zu ziehen und die Heuernte heimzukarren. Und auch heute gibt es in deutschen Regionen und Städten noch genug Tiere, die für ihr Futter eine Aufgabe erfüllen müssen: Rückepferde, die Baumstämme umweltschonend aus dem Wald ziehen; Polizeihunde, die Drogen aufspüren, und -pferde, die Beamte durch Menschenmengen tragen. Doch alltäglich ist der Anblick arbeitender Tiere nicht mehr. Ganz anders in vielen anderen Ländern. Dort ziehen schmale Esel gewaltige Lastkarren durch die Straßen, auch Ochsen sind vom Feld und nicht nur aus der Weihnachtskrippe bekannt. Je ärmer die Region, desto härter müssen Mensch und Tier für ihr Überleben schuften. Eine Weltreise in Bildern zu Tieren bei der Arbeit: Im hohen Rohrzuckerfeld sind von Ochsengespann und Treiber in der kambodschanischen Provinz Kandal nur die Köpfe zu sehen.

Der irische Pferdetrainer mit dem irreführenden Namen "Texas Ollie" übt auf seiner Farm im County Donegal mit dem Wallach "Jo Jo". Mit insgesamt fünf Pferden tourt "Texas Ollie" durch Irland und verdient so Lohn, Brot und Hafer.

Diese Gänse sind als lebende Werbetafeln vor einem Restaurant in der chinesischen Provinz Hunan angebunden. Auf dem einen Schild steht "essen" auf dem anderen "am Flussufer".

Wie früher die Shetlandponys in den Kohleminen Europas müssen noch heute im pakistanischen Punjab Esel unter Tage schuften. Etwa zwanzigmal am Tag schleppen sie auf jeder Seite 20 Kilogramm Kohle aus den Tiefen der Mine ans Tageslicht, und sind wie auch ihrer Führer ständig in Gefahr, verschüttet zu werden.

Ein hartes Leben für Mensch und Tier. Diesem Esel tränen in seinem Unterstand in Choa Saidan Shah die Augen vom Kohlestaub. Die Arbeiter beteuern, sie würden sich so gut wie möglich um die Tiere kümmern, doch ihre Möglichkeiten seien begrenzt. Die meisten Esel würden so spätestens mit 13 Jahren sterben - werden sie als Haustiere gepflegt, können sie mehr als 40 Jahre alt werden.

Ein Elefant balanciert auf Befehl seines Trainers Andrey Dementiev-Kornilov bei einem Zirkusfestival in Moskau. Tierschützer kritisieren die Auftritte und Haltungsbedingungen nicht nur von Elefanten im Zirkus.

Ein Hundeführer des US-Militärs springt mit dem Tier bei einer Übung von einem Helikopter aus in den Golf von Mexiko.

Der erste Bräutigam hat zwar nicht die Last zu tragen, dafür aber die Verantwortung: Er führt eine Kamel-Karawane an, deren aufgerüschte Reiterinnen von ihren gerade angetrauten Ehemännern gefilmt und fotografiert werden. 22 Brautpaare nahmen an der Massenhochzeit in der Wüste in der uigurischen autonomen Region Xinjiang, China, teil - und ebenso viele Kamele.

Wäre nicht die weiße Blesse, man könnte das Zugpferd vor dem riesigen Heustapel auf dem Karren übersehen. Der Bauer bringt Futter für seine Tiere nach Lazarevo nahe Priština im Kosovo.

Ratten haben einen feinen Riecher, was oft zulasten der Menschen und ihrer Vorräte geht. Diese Riesenhamsterratte aber hilft dabei, Leben zu retten: Sie erschnüffelt in Kambodscha explosive Stoffe und damit Landminen. Für die sogenannte "Hero-Rat" gibt es zur Belohnung für jede gefundene Mine ein Stück Banane.

Noch mehr Stoffe - und Menschen - soll Suchhund Ruby an seinem Arbeitsplatz im Londoner Flughafen Gatwick erschnüffeln: Drogen, Tabak, Bargeld, tierische Produkte, Feuerwaffen und eingeschmuggelte Personen. Ruby ist beim britischen Grenzschutz angestellt, außer ihm sind noch 73 spezialisierte Hunde in See- und Flughäfen im Einsatz.

Ein Esel wartet, bis Frauen den Karren mit Ziegeln in einer Fabrik östlich von Bagdad, Irak, beladen haben.

Das Besondere an diesem Bild sind nicht die Elefanten, sie gehören in Chitwan, etwa 150 Kilometer entfernt von Kathmandu, zum Alltag. Doch der linke Elefant wird von einem weiblichen Mahut gelenkt - dies ist ein ungewohnter Anblick in Nepal.