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Eyjafjallajökull auf Island:Am Fuße des Vulkans

Der Eyjafjallajökull legte Europas Flugverkehr lahm, nun meiden viele Touristen die isländische Vulkan-Region - so verpassen sie ein Märchenland.

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Island Reise Vulkan

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Seit der Eyjafjallajökull Europas Flugverkehr lahmlegte, meiden viele Touristen die südisländische Vulkan-Region - zum Glück für diejenigen, die trotzdem hinfahren. Dort erwarten den Reisenden unzählige Schafe - und eine grandiose Szenerie.

Island Reise Vulkan Foto: Oliver Das Gupta

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Leben im Schatten des Feuerbergs: Am Fuße des Vulkan-Massivs haben sich einige Bauern angesiedelt. Während des Ausbruchs verdunkelte der Ascheregen den Himmel. Inzwischen ist die dicke Ascheschicht in den tieferen Lagen von Gras überwuchert - die schwarzen Partikel enthalten viele Nährstoffe und düngen so den Untergrund.

Trotz der relativ geringen Schäden des Ausbruchs haben in diesem Jahr viele Urlauber ihre Reise in die Region gecancelt. Für die einheimischen Hoteliers und Betreiber von Reiterhöfen bedeutet der Urlauberrückgang massive Einbußen. Diejenigen Touristen, die trotzdem kommen, genießen die menschenleere Natur umso mehr.

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Ritt in Richtung Krater: In höheren Lagen ist weit mehr Asche sichtbar. Das teilweise unwegsame Gelände ist oft nicht mehr mit Jeeps zu erreichen - dafür mit Island-Pferden. Die kleingewachsenen Tiere sind in der Lage, steile Hänge zu erklimmen - inklusive Reiter.

Urlaubern können für relativ wenig Geld Ross und ortskundige Begleit-Reiter engagieren. Solche Touren sind ideal für Reitanfänger, zumal die Pferde als relativ geduldig gelten.

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Blick auf den Atlantik: Vom Eyjafjallajökull sind bei klarem Wetter die vorgelagerten Westmännerinseln zu sehen. Surtsey, die jüngste der Eilande, ist erst 1963 entstanden - als ein Vulkan die Wasseroberfläche durchbrochen hat.

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Spuren der schwarzen Flut: Die obersten Lagen des Eyjafjallajökull waren von einem Gletscher bedeckt. Große Teile des Eises schmolzen beim Ausbruch - die Folge war ein Gletscherlauf, dessen Wassermassen sich in Richtung Meer ergossen. 

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In tieferen Lagen flutete das Schmelzwasser Weiden und Straßen. Was blieb, sind Pfützen - und Tonnen angeschwemmter Vulkanasche.

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Im Hintergrund dieses Fotos sind die verbliebenen Reste des Eyjafjallajökull-Gletschers zu erahnen. Inzwischen hat sich im Krater ein heißer Gletschersee gebildet, der vor sich hindampft - und leider nur vom Flugzeug aus zu sehen ist.

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Eine Straße neu zu planieren ist einfacher, als eine Brücke zu bauen. Darum haben die Isländer vor dem Gletscherlauf die Fahrbahnen vor und hinter den Bauwerken weggerissen. So entstanden neben dem Flußbett zwei weitere Wege für die Wassermassen, wodurch die Brückenpfeiler und -fundamente entlastet wurden.

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Die Isländer reagieren auf Vulkanausbrüche überlegt und fast stoisch: Þórður Tómasson, der fast 90 Jahre alt ist, kann sich an einige Eruptionen erinnern. Eindringlich kann der Gründer eines sehenswerten Heimatmuseums im Flecken Skogar erzählen, wie die Hekla 1947 ausgebrochen ist. Noch viel lieber setzt sich der rüstige Greis an die deutsche Kirchenorgel seines Museums: und stimmt Volkslieder an.

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Schwarze Wüste: Die Asche des Eyjafjallajökull und anderer Ausbrüche hat sich auch an den Fuß des Nachbargletschers Mýrdalsjökull gelegt.

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Eine Zunge des Gletschers namens Solheimajökull ist regelrecht geschwärzt von Vulkanasche und trotzdem populär: Zu diesem eisigen Ausläufer führt eine Schotterpiste, die auch mit einem normalen Fahrzeug befahrbar ist.

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Eine Szenerie wie beim Herrn der Ringe: Zurecht erinnert die Region um den Vulkan an das phantastische Epos von John Ronald Reuel Tolkien. Der britische Schriftsteller habe sich von Island inspirieren lassen, behaupten hier einige: von all den Feuerbergen, den Wüsteneien, den grünen Ebenen und den Wasserfällen, aber auch die Legenden von Bergtrollen und Elfenwelten sollen Tolkien als Vorbild gedient haben.

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Im Bild ist der Seljalandsfoss zu sehen, ein Wasserfall am westlichen Ende des Eyjafjallajökull-Massivs. Der Übergang zur fruchtbaren Sandur-Ebene erinnert tatsächlich an Tolkiens Auenland, in dem die sagenhaften Hobbits leben sollen.

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Der Seljalandsfoss gilt als besondere Attraktion, weil das Wasser des Seljalandsá 66 Meter von einer überhängenden Wand herabfällt. Wer also schon immer einmal hinter einem Wasserfall stehen wollte, kann das hier tun.

© sueddeutsche.de/juwe/bgr

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