Können werdende Eltern für ungeborene Babys Flugtickets buchen?

Wer die Tickets schon mehrere Monate vor Abflug kauft, spart häufig Geld. Doch was machen werdende Eltern, die einen Urlaub langfristig planen? Können sie auch für ihr Ungeborenes ein Ticket bestellen?

Die Fluggesellschaften handhaben das unterschiedlich. Bei Ryanair und Lufthansa ist es den Angaben zufolge nicht möglich, ein Ticket für ein ungeborenes Kind zu kaufen. Es werde ein Geburtsdatum benötigt, begründet Lufthansa. Nach der Geburt könne das Kind aber zu einer bestehenden Buchung hinzugefügt werden.

Bei Easyjet dagegen dürfen werdende Eltern ein Flugticket für ihr Ungeborenes bestellen. Wenn sie noch keinen Namen gefunden haben, könnten sie "Baby" anstelle eines Vornamens angeben, erklärt die Airline. Name und Geschlecht des Kindes ließen sich dann nachträglich telefonisch zur Buchung hinzufügen. Säuglinge, die weniger als 14 Tage alt sind, dürfen bei Easyjet allerdings noch nicht mitfliegen.

In der Regel müssen Eltern für Kinder bis zwei Jahre keinen eigenen Sitzplatz kaufen und zahlen dann nur einen Bruchteil des normalen Tarifs. Bei Lufthansa etwa fliegen Babys und Kleinkinder bis zwei Jahre auf innerdeutschen Strecken kostenlos, ansonsten zahlen Eltern zehn Prozent des Normaltarifs. Die Kleinen müssen meist auf dem Schoß eines Elternteils reisen, die etwas Älteren fixiert mit einem Sicherheitsgurt, den das Bordpersonal vor dem Start ausgibt. Dieser ist allerdings umstritten, da es etwa zu schweren Verletzungen kommen kann, sollte das Flugzeug auf dem Rollfeld stark bremsen müssen und die Oberkörper der Erwachsenen nach vorne auf das Kind schnellen. Wenn Eltern einen Kindersitz oder eine Babyschale mitbringen, kann der Nachwuchs darin sicherer mitfliegen - auf einem Extraplatz. Das kostet allerdings 75 Prozent des regulären Tarifs, wie die Airline auf ihrer Website erläutert. Dort steht auch, welche Kindersitzmodelle an Bord akzeptiert werden.

Was droht beim umgekehrten Kulturschock? Was soll das Loch im Flugzeugfenster? Und darf man einen Teilflug verfallen lassen, um Geld zu sparen? Weitere Fragen und Antworten zum Reisen finden Sie hier.

Bild: Duncan Babbage 7. November 2018, 09:532018-11-07 09:53:23 © SZ.de/dpa/edi/kaeb/dd