Reise-Trends in Metropolen Budapest

Budapest

Abkühlen in Budapest, Ungarn.

(Foto: AP)

Hotspot der Stadt: Die Gartenlokale und Bruchkneipen im Gebiet der Kazinczy-Dob-Kiraly-Gasse. Kein Innenhof, keine Baulücke bleibt in diesem Budapester Dreieck ungenutzt. Plätze wie der Köleves-Garten, das Tüzrakter oder der Ellato-Garten sind die bevorzugten Sommernachtsorte von Studenten und Kreativen. Retro-Gartenstühle, Feuermauern mit Graffiti, lauschige Laubbäume - jedes dieser Refugien hat seinen ganz eigenen Reiz.

Außerdem: Das alljährliche Open-Air auf der Alt-Budaer Werfteninsel Sziget zieht jedes Jahr Hunderttausende an, darunter viele Deutsche. 2010 findet es vom 9. bis 16. August statt, bereits zum 18. Mal. Angekündigt sind zum Beispiel die Bands Iron Maiden, Muse und Madness.

Accessoire des Sommers: Plastik-Latschen, auch Crocs genannt. Damit strömt das Volk in die Bäder und zu den Donaustränden. Das schlichte Schuhwerk schließt modischen Schnickschnack aber nicht völlig aus. Gern getragen werden Crocs in grellem Pink.

Sommerhit: Akos mit "Szindbad dala" (Sindbads Lied). Die neue Rock-Ballade der 42-jährigen lokalen Popgröße kündet von der Rastlosigkeit des unsteten Abenteurers. Sindbad, der Seefahrer, kennt sie alle: "Jungfrauen und lustige Witwen/Ich komme auch frei Haus/ Ich weiß, was jeder von ihnen gebührt..." Vergebens sehnt er sich nach einem ruhigen Leben. Auf der Flucht vor den eigenen Gefühlen geht er letztlich in keinem Hafen vor Anker. Metallische Gitarren-Riffs, harter Beat, fetziger Gesang: der Budapester Sommer steht im Zeichen einer Macho-Romantik feinfühliger Art.