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Reise-Souvenirs:Der Kuss des Tangotänzers

Manche Menschen bringen die seltsamsten Souvenirs mit nach Hause. Wer diese Mitbringsel geschenkt bekommt, sollte sich Gedanken über seine Beziehung zu dem Verreisten machen.

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Skurrile Souvenirs

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Manche Menschen bringen die seltsamsten Souvenirs aus dem Urlaub nach Hause. Wer diese Mitbringsel geschenkt bekommt, sollte sich Gedanken über seine Beziehung zu dem Verreisten machen.

Gartenzwerge gelten als deutsch, typisch deutsch. Diese Zwergendamen sehen auch eher nach Gretchen als nach Asiatin aus. Liebevoll per Hand werden sie jedoch in Hongkong bemalt - für den Schwiegervater mit Bikini-Oberteil, für die Stammtischfreunde barbusig. Angeblich greifen da nicht nur Touristen, sondern auch Einheimische zu.

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Für welches Land stehen diese Stiere? Eigentlich für gar keines, auch nicht für Spanien, denn die schwarzen Bullen werben für die Sherry-Firma Osborne, die 1956 damit begann, die Stier-Silhouetten auf Hügeln in Sichtweite der großen spanischen Autostraßen aufzustellen. Doch der "Osborne" Schriftzug wurde 1994 nach einem neuen Gesetz gegen Werbeauswüchse nahe den Straßen übermalt. Die schwarzen Toros aber durften bleiben - sie stehen inzwischen für ganz Spanien. Touristen können sie nun auch ohne Sherry-Kauf mit nach Hause nehmen.

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Sonnenschutz ist auch in Indien ein großes Thema. Es könnte jedoch sein, dass die Beamten der Flugsicherheit bei der Heimreise Probleme mit diesem Brillenmodell haben.

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Leidenschaft auf beiden Seiten: Tango trifft Fußball, aber wie! Diese Andenken sind für Freunde der Gay Football World Championship in Buenos Aires gedacht.

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In anderen Teilen der Welt wird Wladimir Putin oft als eiskalter Stratege dargestellt. In Kazan jedoch, der Hauptstadt der russischen Republik Tatarstan, kennt man sein wahres Wesen und findet den Möchtegern-Zaren einfach zum Knutschen. Urlauber, die sich dieser Meinung anschließen, können mit diesem Souvenir politischen Diskussionen in heimischen Gefilden schnell die Schärfe nehmen.

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Hitzige Debatten könnten hingegen diese Figuren aus Macau auslösen, denen Touristen ihre eigenen Gesichtszüge aufkleben dürfen: Schließlich waren die Mitglieder der Roten Garden Verbreiter der chinesischen Kulturrevolution von Mao Zedong - Fanatiker schreckten auch vor Erniedrigung und Mord an Andersdenkenden nicht zurück.

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Harmloser und kindgerechter sind hingegen diese Mitbringsel: Was Deutschland sein Knut, ist China sein Pandabär. Die Stofftier-Reproduktion geht dabei um einiges leichter vonstatten als die Nachzucht der Originale. Selbst bärige Sexvideos bringen die paarungsfaulen Tiere kaum in Stimmung.

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Ihre Schönheit ist Legende, da muss selbst Tutenchamun im Souvenir-Shop in den Hintergrund rücken: Mal in zartem Elfenbein, mal mit protzigem Gold-Teint wird Nofretete, Hauptgemahlin des Pharaos Echnaton, in Kairo angeboten. Das Original hingegen steht zum Ärger der Ägypter in Berlin, erst durch die berühmte Büste aus Kalkstein und Gips wurde Nofretete weltbekannt - ihr Gatte bleibt hingegen meist unerwähnt. Dabei waren Nofretete und Echnaton wohl die ersten Herrscher, die ihr Privatleben öffentlich machten: In Darstellungen eines glücklichen Paares (zum Beispiel im Louvre) und gemeinsam mit ihren sechs Kindern.

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Die meisten Souvenirs weisen einen hohen Staubfang-, aber einen nur äußerst niedrigen Gebrauchswert auf. Nicht so diese bulgarischen Jagdmesser: Das handgefertigte Balkan-Mitbringsel nutzen Herren zum martialischen Frühstückswurst-Schneiden, Damen als schnittigen Taschenspiegel.

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Urlaubern mit moralischem Restempfinden bleibt hier der Schluck im Hals stecken: In San Marino bieten Händler Wein- und Bierflaschen mit Diktatoren-Konterfei an, von den Flaschen grüßen Benito Mussolini und Adolf Hitler mit "Sieg heil" und "Mein Kampf". Muss man nicht haben.

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Als toughe Lady und hart zu knackende Nuss präsentiert sich Hillary Clinton in den USA. Ob Amerika wirklich bereit war für diesen Nussknacker, durften Einheimische per Wahl und Urlauber per Kauf entscheiden.

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Wer das kauft, ist selbst schuld. Doch in Japan werden ja auch gebrauchte Mädchen-Schlüpfer in Automaten angeboten, warum nicht auch goldige Fäkalien? In Kyoto will ein Souvenirhersteller mit dieser Idee das große Geschäft machen. Das Exkrement gibt es sieben Zentimeter hoch für 17 US-Dollar und ...

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... knapp über einen Zentimeter hoch für 1,70 US-Dollar.

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In Deutschland werden ebenfalls seltsame Souvenirs produziert, etwa in Thüringen. Diese "Kröte mit dem bösen Blick" soll besonders US-Reisende zum Kauf verführen. Das Ganze ist übrigens ein Bierkrug.

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Auch Rom weiß sich zu verkaufen - immerhin sehen diese Miniatur-Statuen im Reihenhausgarten immer noch besser aus als Plastikzwerge.

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Während an katholischen Wallfahrtsorten Marienfiguren und Kreuze die Souvenirläden dominieren, tanzen im türkischen Konya Derwische im Schaufenster. Konya ist eines der wichtigsten religiösen Orte der Türkei: Hier ist das Mausoleum von Mevlana Jelaluddin Rumi, der die Mevlevi Sufi Bruderschaft gegründet hat. Die tanzenden Mevlevi-Derwische sind inzwischen zur Touristenattraktion geworden.

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Ein Kimono als Souvenir ist nur das halbe Vergnügen, dazu gehört noch eine Hagoita - eigentlich ein Schläger für ein Federball-ähnliches Spiel. Doch die Hagoita ist vom Sport- zum Kunstgegenstand geworden, auf denen Geishas oder Samurais gemalt sind. Ein Mitbringsel, über das man sich freuen darf: Die Hagoita soll Glück bringen und böse Geister fernhalten.

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Wenn man ein Auge zudrückt und die reizenden Farben der Glückspüppchen aus China ignoriert, dürften auch sie ihre Bestimmung erfüllen. Für die Lieben daheim sind sie aber nur mit entsprechender Erklärung ein Freude.

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Etwas teurer ist dieses Souvenir in einem Juwelengeschäft in Bangkoks Chinatown: Passend zum Jahr der Ratte sitzt ein mit Juwelen verzierter Glasnager in der Vitrine - und bringt bestimmt auch Glück. Wenn es nicht gefällt, kann es der Beschenkte wenigstens leicht weiterverkaufen.

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(sueddeutsche.de/kaeb)

© sueddeutsche.de/kaeb/dd
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