Irland

Das einzig Beständige am irischen Wetter ist bekanntlich, dass es sich ändern wird. Am Tag der Hochzeit ist schlechtes Wetter natürlich gar nicht zu gebrauchen. Deshalb setzen die Iren auf göttlichen Beistand. Im Garten steht dann das sogenannte Child of Prague, eine kleine Statue des Jesuskindes. Diese soll für gutes Wetter sorgen. Aber wie das genau funktioniert, wird eifrig diskutiert: Muss die Statue zum Haus schauen oder vom Haus weg? Manche glauben daran, dass sie vor der Hochzeit ihren Kopf verlieren muss - abhacken gilt aber nicht. Das Ganze muss bei einem Unfall passieren, durch einen herabstürzenden Ast oder einen starken Windstoß. Die Verehrung der Statue begann 1556, als eine Spanierin sie zu ihrer Hochzeit mit nach Prag brachte. Heute steht das Original dort in der Kirche Maria vom Siege.

Bild: AFP 27. August 2013, 10:022013-08-27 10:02:00 © Süddeutsche.de/dpa/tmn/kaeb/cag