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Reise-Knigge für Frankreich:Oh, mon Dieu!

Dieselben strengen Regeln gelten für den Straßenverkehr in Städten. So wird es kaum passieren, dass Ihnen ein Franzose die Vorfahrt nimmt oder die Ampelphasen missachtet. Stopp! In die letzten beiden Sätze haben sich gleich mehrere Fehler eingeschlichen. Machen Sie sich zumindest in den Großstädten auf chaotische Verkehrsverhältnisse mit zum Teil zehnspurigen Blechlawinen gefasst und wundern Sie sich nicht, wenn ein Polizist (!) Sie als Fußgänger bei Rot über die Straße winkt.

(Foto: Foto: Reuters)

Falschparken gilt den Franzosen als Kavaliersdelikt und besonders vor Wahlen bezahlen viele ihre Strafzettel nur verspätet oder überhaupt nicht: Nach alter "republikanischer" Tradition hoffen sie auf eine Amnestie für Bagatelldelikte.

Autofahrer mit ausländischem Kennzeichen sind noch bis nächstes Jahr auf der sicheren Seite: Wird nicht gezahlt, passiert erst mal nichts. Allerdings könnte es bei Ihrem nächsten Frankreich-Besuch Probleme geben - etwa wenn Sie in eine Verkehrskontrolle geraten oder in einen Unfall verwickelt werden. Ab März 2007 sollen Bußgeldbescheide aus anderen Staaten der Europäischen Union auch von deutschen Behörden vollstreckt werden.

Bahn-Reisende sollten sich nicht gedankenlos in den Zug setzen: Alle Gepäckstücke müssen mit Adressanhängern versehen sein, sonst werden sie vom Bahnpersonal konfisziert.

(Foto: Foto: ddp)

Apropos Bahn: Passen Sie in der Pariser Metro gut auf Ihre Wertsachen auf, gerade tagsüber werden im Gedränge oft Touristen beklaut. Wertsachen also am besten direkt am Körper tragen, vor allem Rucksäcke bekommen mittels Taschenmesser eine zweite Öffnung verpasst und blitzschnell ist die Börse weg. Benutzen Sie die Klappsitze nur, wenn die U-Bahn leer ist - Breitmachen in überfüllten Zügen wird nicht gerne gesehen. Genauso wenig wie das Taxi-Fahren auf dem Beifahrersitz: Bitte steigen Sie im Taxi immer hinten ein. Für das Trinkgeld runden Sie den Betrag etwas auf.

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