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Leseraufruf:Was erleben Sie mit anderen Reisenden?

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Hallo, Abstand? Wartende am Hongkong Airport

(Foto: Achmad Ibrahim/AP)

Sture Urlauber ohne Maske oder Sitznachbarn, die humorvoll für Abstand sorgen: Schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen mit Mitreisenden im Corona-Sommer - im Flugzeug, im Fernbus oder in der Bahn.

Urlaub könnte so schön sein, wenn die Anreise nicht wäre. Außer etwa bei Radtouren, Esel-Trekking oder Mehrtageskanufahrten gilt der Weg schon lange nicht mehr als Ziel. Sondern bestenfalls als langweiliges Transportgeschehen mit zu viel Warterei und zu engen Sitzplätzen, eine oft nervenzerrende Hürde vor der Entspannung am Urlaubsziel. Und nun gesellt sich auch noch die Angst vor Ansteckung hinzu: Wer nicht mit dem Auto fährt, kommt nach Monaten der Isolation den anderen Passagieren im Flugzeug, im Bus oder in der Bahn näher, als der gesunde Mensch mit Verstand es eigentlich akzeptieren will.

Was die Sache nicht besser macht: Unter den Mitreisenden sind zu viele, die sich selbst für immune Superhelden oder das Coronavirus für ein Gerücht halten. Hinzu kommt das generelle Phänomen, dass einige Menschen überzeugt sind, ihnen könne im Urlaub absolut nichts ein Haar krümmen - schließlich sind sie in den Ferien und haben dafür bezahlt. Also balancieren sie in Badeschlappen auf dem Felsgrat, machen Selfies mit wilden Geparden oder stürzen sich ins Ballermann-Getümmel, als gäbe es kein Morgen. Natürlich ohne Maske.

Während man aber als vernunftbegabter Strand- oder Wanderurlauber auf Mallorca sowohl Schinken- als auch Bierstraße leicht meiden kann, sitzt man als Passagier vielleicht direkt im Aerosolbereich eines Ich-lasse-meine-Nase-über-die-Maske-ragen-sonst-ersticke-ich-Ignoranten. Und das stundenlang.

Was haben Sie während der Corona-Reisezeit mit anderen Passagieren erlebt? Welcher Mitreisende war besonders dreist - und wer löste den Konflikt mit Humor? Oder sind Sie Fernbusfahrerin, Flug- oder Zugbegleiter und müssen sich mit sturen Kunden auseinandersetzen?

Schreiben Sie Ihr absurdes, komisches, unvergessliches Erlebnis mit Mitreisenden (gerne kurz und knapp) per Mail an reisetipp@sz.de und nennen Sie uns Ihren Namen (Nachname auch abgekürzt) sowie Ihr Alter, das Transportmittel Ihrer Wahl und gerne auch das Reiseziel. Eine Auswahl der Einsendungen veröffentlichen wir in Kürze auf sz.de/reise.

© SZ.de/kaeb/edi
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