Mozarts Oper „Figaros Hochzeit“ ist weltberühmt. Nur den wenigsten Zuschauern dürfte allerdings der ernste Hintergrund dieses burlesken Intrigenspiels klar sein. Die Oper handelt von der Bedrohung einer jungen Frau durch das Jus primae noctis – das Recht auf die erste Nacht. Als die Zofe Susanna gerade ihre Hochzeit mit Figaro und die Einrichtung des künftigen Ehegemachs plant, konfrontiert sie Graf Almaviva mit seinen Ansprüchen: Als Gutsherr habe er das Recht, bei einer Hochzeit unter Angehörigen seiner Dienerschaft anstelle des Bräutigams die erste Nacht mit der Braut zu verbringen.
Dem Geheimnis auf der SpurDas Unrecht der ersten Nacht
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War der Anspruch eines Gutsherrn auf die erste Nacht mit einer frisch vermählten Braut persönliche Willkür oder gab es tatsächlich derart brutale Gesetze?
Von Rudolf von Bitter
