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Radtour: mittel:Kunstschätze des Landkreises

Am Schienenrest bei der Kreisstraße ED 26 gibt es auf einem Gedenkstein ein historisches Bild von einer entgleisten Dampflok. Dort verlassen wir den Vilstalradweg und fahren mit Blick auf das rote Wasserschloss Taufkirchen links auf der Kellerstraße stadteinwärts.

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Wasserschloss Taufkirchen

(Foto: Airfolgsregion Erding-Freising)

Bei der folgenden Verkehrsampel sind wir im Zentrum von Taufkirchen und biegen nach rechts auf die Dorfener Straße (B 15) ab. Bei der nächsten Abzweigung links zeigt ein Schild in Richtung Urzeitmuseum, dem wir später nach einem Abstecher zum Schlosseingang folgen werden. Das 1263 erstmals urkundlich erwähnte Schloss befindet sich in Privatbesitz, wird aber in Teilen ebenso wie der Schlosspark kulturell von der Gemeinde und dem angrenzenden Isar-Amper-Klinikum genutzt.

Zurück vom Schloss folgen wir dem oben genannten Wegweiser zum Urzeitmuseum nach Westen in den Attinger Weg und gelangen zu dem Museum, das sich im Untergeschoss des ehemaligen Rathauses befindet. Das von Peter Kapustin 2008 gegründete Museum zeigt fossile Schätze aus 180 Millionen Jahren, Sauriermodelle, Landschaftsrekonstruktionen usw. und ist einen Besuch wert. Es hat an Samstagen, Sonn- und Feiertagen von 13:00 bzw. 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet.

Nach dem Museum führt der Weg durch das neue Schulgelände auf die Attinger Straße (ED 26). Wir fahren auf dieser Straße in gleicher Richtung weiter nach Eldering. Im Ort zweigt eine Nebenstraße links ab in Richtung Großwimpasing. Nachdem der lange Anstieg bewältigt ist, geht es beim nächsten Abzweig auf der Kreisstraße ED 28 links in den Ort Großwimpasing. Nach ca. 300 m biegen wir rechts ab und fahren etwa 1 km kurvenreich bergauf zu einem Waldgebiet.

Am Waldrand beim nächsten Abzweig links, geht es auf einem Plattenweg steil bergab nach Oberbierbach. Auch wenn der Name auf ein beliebtes Getränk schließen lässt, stammt er doch von der alten Ortsbezeichnung Biberbach her. Wir lassen den Ort links liegen und fahren bei der folgenden Straßeneinmündung rechts in Richtung Maria Thalheim. Die Kirche von Oberbierbach liegt wie fast alle Kirchen an der Tour auf einer Anhöhe, auf denen sich zuvor die Sitze von Ortsadeligen (Nobiles) befanden.

Bei der Wallfahrtskirche Maria Thalheim mit prächtiger Innenausstattung im Rokoko-Stil, folgen wir nach links der Hauptstraße, verlassen diese bei der nächsten Rechtskurve gleich wieder geradeaus in Richtung Kleinthalheim und folgen den Wegweisern - einmal links und einmal rechts - nach Fraunberg. Im Ort mündet die Straße auf eine Querstraße, auf der wir später links in südlicher Richtung nach Grünbach zum letzten Schloss unserer Tour fahren. Zuvor machen wir aber einen Abstecher rechts nach Norden zum Schloss.

Nach 200 m biegen wir auf der Hauptstraße vor der Kirche links ab und sehen rechts nach etwa 100 m die Einfahrt zum Wasserschloss Fraunberg, einem der ältesten Wasserschlösser Bayerns. Seit seiner Gründung im 13. Jahrhundert befindet sich das Schloss im Privatbesitz der freiherrlichen Familie von Fraunberg und wurde von ihr mit viel Aufwand in seinen jetzigen schmucken Zustand gebracht.

Wir fahren denselben Weg wieder zurück und gelangen in südlicher Richtung über Singlding nach Helling. Vor dem Trafohaus geht es rechts in Richtung Grafing/Grucking. Nach knapp 1 km, vor der Brücke über die Strogen, verlassen die Teerstraße und biegen nach links in einen Feldweg ein. Dieser Weg verläuft in südlicher Richtung in der Nähe der mäanderförmig verlaufenden Strogen und gewährt malerische Ausblicke auf die Bachlandschaft. Bei Nässe kann dieser Weg mit Abschnitten von Fahrspuren und dazwischenliegender Grasnarbe Probleme bereiten.

Beim nächsten Abzweig fahren wir rechts den Berg hinauf und gelangen mit prächtiger Aussicht nach Westen in den Ort Aurlfing. Dort geht es wieder auf einer Teerstraße weiter nach Süden über die stark befahrene Bundesstraße B 388 nach Hecken. Nach der Kirche biegen wir links ab in Richtung Grünbach. In Grünbach passieren wir die Kirche (links) und den Maibaum (rechts) und sehen vor uns das Grünbacher Schloss mit Bräustüberl und Biergarten. Das Schloss stammt aus der Biedermeierzeit und beherbergte bis 2001 ein Pflanzenzüchtungsinstitut des Bundes. Vom Schloss geht es zurück zu Maibaum und Kirche und dann dem Wegweiser folgend links nach Oppolding.

In Oppolding biegen wir rechts ab zur farbenprächtigen, idyllisch gelegenen Kirche und fahren dann am Gehöft gleich wieder rechts ca. 1 km südlich. (Hier müssen wir etwa 100 m auf grobem Schotter steil bergauf schieben). Die drei Kirchen von Oppolding, Eschlbach und Hörgersdorf wurden in der Zeit des Rokoko aufwendig ausgestattet und gehören zu den Kunstschätzen des Landkreises.

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