bedeckt München 28°

Radtour: mittel:Fürstliche Schlössertour

Auf der Rundtour von Dorfen über Taufkirchen und Fraunberg wird einem klar, warum die Schlossherren gerade hier bauen wollten.

Die Route beginnt am Bahnhof Dorfen, verläuft auf dem Vilstalradweg bis Eibach und weiter über Jakobrettenbach nach Kalling, dem ersten Schloss. Über Johannrettenbach geht es nach Taufkirchen zum dortigen Wasserschloss. Die nächsten Orte sind Eldering, Großwimpasing, Oberbierbach und Maria Thalheim. Danach geht es nach Fraunberg zu einem weiteren Wasserschloss. Weiter führt die Route über Helling und Hecken nach Grünbach zu einem Biedermeierschloss. Der Rückweg nach Dorfen führt vorbei an den Kirchen von Oppolding und Hörgersdorf über Ober- und Unterhofkirchen nach Landersdorf, Zeilhofen und Oberdorfen. Die Gesamtstrecke beträgt etwa 49 Kilometer. Die Route verläuft größtenteils auf geteerten verkehrsarmen Nebenstraßen und etwa 4 Kilometer auf unbefestigten Wegen, die für Rennräder ungeeignet sind.

nur für sueddeutsche.de

Schloss Kalling

(Foto: Airfolgsregion Erding-Freising)

Wegbeschreibung

Startpunkt ist der beiderseits der Straße gelegene Parkplatz am Bahnhof Dorfen. An dessen östlichem Ende, an dem noch Reste eines von der bestehenden Bahnlinie abzweigenden Gleises zu sehen sind, beginnt der auf einer ehemaligen Bahntrasse verlaufende Isen-Vilstal-Radweg. Nach ca. 1,5 km erinnert eine alte Diesellok als Dorfener Lokdenkmal an die 1898 eröffnete Bahnlinie Dorfen - Velden, auf der nun die Radler verkehren.

Im sanften Anstieg geht es bis zur ehemaligen Haltestelle "Algasing" (Informationstafel). Am Wendehammer verlassen wir rechts den Radweg und folgen der hier beginnenden Straße in die Ortschaft Eibach. Bei der Hauptstraße geht es rechts bergauf und dann am Maibaum links weiter auf einer Nebenstraße in Richtung Taggrub/ Schmalhub (Wegweiser). Noch im Ort, befindet sich rechts an einer Stützmauer eine Gedenktafel für die ehemalige St. Georgskirche, die hier ab dem Jahr 808 stand.

Vor dem Wäldchen laden eine Bank und ein Gedenk-Materl für den bekanntesten bayerischen Obstzüchter, den "Apfelpfarrer" Korbinian Aigner, zu einer kleinen Rast ein mit wunderschönem Blick auf den südlichen Hang des noch autobahnfreien Isentals. Im Wäldchen befinden sich ein Wasserhaus und eine Informationstafel zu einem vorgeschichtlichen Hügelgrab.

Wir folgen weiter der Straße bis zur Einmündung auf die Kreisstraße ED 13 und biegen links ab nach Jakobrettenbach. Die Kreisstraße führt uns nordwärts zum weithin sichtbaren Schloss Kalling. Der mächtige Turm, in dem sich eine Rundkirche befindet, verleiht dem Gebäude ein unverwechselbares Aussehen. Das über etwa 300 Jahre alte Schloss befindet sich in Privatbesitz. Eine Hinweistafel berichtet von zahlreichen Besitzern, wie z.B. dem Fürstbischof Ekher von Freising, dessen Wappen das westliche Hauptportal ziert.

Weiter geht es auf der Kreisstraße nach Norden bis Johannrettenbach. An der Kreuzung biegen wir links ab und fahren auf dem Radweg entlang der Kreisstraße ED 26 in Richtung Taufkirchen. Etwa 1 km vor dem Ortsbeginn biegen wir am Wegweiser "Flaring / Waldbad" links ab. Die Straße führt am Freibad vorbei wieder zum Vilstalradweg, in den wir 150 m vor der B 15 rechts, in Richtung Taufkirchen einbiegen. Bei der Stahlbrücke über die Vils und den daneben verlaufenden Weg liegt links hinter Büschen verborgen der Weidendom des Erdinger Künstlers Harry Seeholzer. Das Kunstwerk, das jedes Jahr erweitert wird, lohnt einen Abstecher.

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite