Als Mexikos Regierung in den 1990er Jahren die Schildkrötenjagd verbot, verlor das Dorf am Pazifik seine Haupteinkommensquelle. Seitdem setzt Mazunte auf Ökotourismus. Wo die Fischer zuvor 20.000 bis 30.000 Schildkröten im Jahr schlachteten, führen sie nun Besucher zu den Plätzen, wo sie schlüpfen - oder zur Lagune voller Krokodile. "Der Tourismus ist gewachsen und hat die Lücke geschlossen, die die Jagd nach Schildkrötenfleisch und -leder hinterlassen hat", erzählt Ernesto Albavera, der im örtlichen Schildkröten-Schutzgebiet forscht.

Doch die Gegenwart ist nicht nur rosig. Wer die von Palmen gesäumte Strandfront mit den strohgedeckten Fischrestaurants hinter sich lässt, kommt in Gassen, wo sich heruntergekommene Häuser mit Plastikdächern an Schlaglochpisten ducken.

Bild: Secretary of Tourism of the State of Oaxaca/dpa/tmn 17. Dezember 2010, 13:502010-12-17 13:50:36 © dpa, Helen Livingstone