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Neuseelands neue Flagge:Vier Varianten Silberfarn

Noch in diesem Jahr stimmen die Neuseeländer über ein neues Design für ihre Flagge ab. Jetzt wurden die finalen Entwürfe vorgestellt, die auch bei Flaute gut aussehen.

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Quelle: Quelle: Wikimedia commons

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Neuseelands Regierung will sich weiter von der einstigen Kolonialmacht Großbritannien abnabeln und sucht daher nach Ersatz für die bisherige Flagge mit dem britischen Union Jack. Jetzt stehen die vier finalen Designs fest, die kommendes Jahr die neue Flagge des Landes werden können.

Flag Consideration Project

Quelle: Quelle: Flag Consideration Project

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Zuvor waren mehr als 10 000 Vorschläge aus der Bevölkerung eingereicht worden. Eine zwölfköpfige Jury wählte 40 Entwürfe aus. Nun hat das Gremium weiter selektiert, sodass noch vier Kandidaten übrig sind.

Einer von 40 finalen Entwürfen der Shortlist für die neue Flagge Neuseelands

Quelle: Govt.nz / New Zealand Government

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Der erste Entwurf nennt sich schlicht "Silver Fern (Black & White)" und wurde von Alofi Kanter aus Auckland designt. Der Silberfarn als Symbol Neuseelands ziert alle vier Finalisten - besonders abwechslungsreich ist die Auswahl damit nicht.

Nach der Legende der Ureinwohner, der Māori, lebte der Farn einst im Meer. Er wurde an Land gebeten, um die Māori durch den Dschungel zu geleiten. Die Vorfahren nutzten das Mondlicht, das sich auf der silbrigen Unterseite der Blätter spiegelte, um ihren Pfad im Wald zu finden.

Einer von 40 finalen Entwürfen der Shortlist für die neue Flagge Neuseelands

Quelle: Govt.nz / New Zealand Government

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Das Design "Silver Fern (Red, White and Blue)" von Kyle Lockwood schlägt eine Brücke zur bisherigen Flagge. Der Farn wird hier kombiniert mit dem Sternbild "Kreuz des Südens", das die Lage Neuseelands auf der Südhalbkugel symbolisiert. Außerdem nimmt dieser Entwurf die Farben des britischen Union Jacks - Blau, Weiß und Rot - auf.

Finalisten Flagge Neuseeland

Quelle: Govt.nz / New Zealand Government

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"Koru" heißt dieser Entwurf von Grafikdesigner und Fotograf Andrew Fyfe. So nennen die Māori ein eingerolltes Farnblatt - ein wichtiges Symbol, das bei den neuseeländischen Ureinwohnern für neues Leben, Wachstum, Stärke und Frieden steht. Auch die Nationalfarben werden hier aufgegriffen, wobei Schwarz für Stärke und Stolz und Weiß für den Māori-Namen des Landes Aotearoa (Land der langen weißen Wolke) steht.

Finalisten Flagge Neuseeland

Quelle: Govt.nz / New Zealand Government

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Als vierten Entwurf präsentiert die Jury eine Variante der Silberfarn-Sternbild-Kombination. "Silver Fern (Black, White and Blue)" heißt dieses Design, das ebenfalls der 38-jährige Architekt Kyle Lockwood entworfen hat. Nicht nur der Jury, auch den SZ-Lesern hat dieser Entwurf am besten gefallen.

Finalisten Flagge Neuseeland

Quelle: Govt.nz / New Zealand Government

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Damit sich die Bevölkerung die möglichen neuen Flaggen besser im Einsatz vorstellen kann, zeigt die Regierung diese in typischen Posen. Der Klassiker: an einer Fahnenstange gehisst.

Finalisten Flagge Neuseeland

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Aber auch eingereiht in die internationale Flaggen-Familie wie bei Gipfelempfängen oder wie hier vor dem UN-Gebäude.

Finalisten Flagge Neuseeland

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Wohl die größte Relevanz in der Praxis: Wie macht sich der Entwurf auf den Zuschauerrängen eines Sportevents?

Finalisten Flagge Neuseeland

Quelle: Govt.nz / New Zealand Government

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Auch nicht zu unterschätzen: die Performance bei Flaute.

Finalisten Flagge Neuseeland

Quelle: Govt.nz / New Zealand Government

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Vom 20. November bis zum 11. Dezember sind nun die Neuseeländer aufgefordert, über die Designs per Briefwahl abzustimmen und die vier Vorschläge in eine Rangfolge zu bringen.

Neuseeland sucht neue Flagge, die vier finalen Desings

Quelle: dpa

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Im März 2016 findet dann die finale Abstimmung statt, in der der Gewinner-Entwurf gegen die bisherige Flagge, den Union Jack, antritt. Doch so richtig überzeugt, zeigen sich die Kiwis aktuell nicht. In jüngsten Umfragen gaben 53 Prozent an, die alte Flagge behalten zu wollen. Ein weiterer Kritikpunkt sind die Kosten in Höhe von 26 Millionen Dollar, die für den gesamten Abstimmungsprozess anfallen.

© Süddeutsche.de/sks/jobr
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