Mitten in AbsurdistanSicherheitsprobleme und andere Petitessen

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Mitten in ... Paris

Samstags sieht es in der alten Pariser Rue Mouffetard aus, als sei die Zeit stehengeblieben. In dem Getümmel zwischen den Marktständen, den Käseläden und Cafés betteln Straßenkünstler wie einst die Gaukler um ein paar Münzen.

An einer Hausecke drängeln sich besonders viele Menschen: Ein junger Schwarzer im Blaumann jongliert mit drei Keulen und balanciert dabei eine große Flasche Wasser auf dem Kopf, in der lebende Goldfische schwimmen. Dabei grinst er wie in einer Zahnpastareklame und verdreht seine Augen.

Nicht einmal zehn Minuten Fußweg von ihm entfernt, am Boulevard Saint Michel, tickt die Zeit ganz anders. Hier haben zottelhaarige Tierschützer einen Stand aufgebaut. Einer ihrer Slogans an diesem Tag: "Man spielt nicht mit dem Leben von Tieren".

Ein Glück, dass der Jongleur davon nichts weiß.

(Franziska Brüning/SZ vom 22.(23.11.2008)

Foto: picture alliance/dpa

9. April 2009, 19:412009-04-09 19:41:00 ©