Die Wörter „wunderlich“, „Wunder“ und „seltsam“ dürften die mit am meisten verwendeten in jenem ursprünglich titellosen Reisebericht sein, der als „Reisen des Ritters Jean de Mandeville“ zu einem der populärsten Bücher des Spätmittelalters avancierte. Kurz nach Mitte des 14. Jahrhunderts entstanden, gab es schon bald Übertragungen in nahezu alle Volkssprachen Europas, sodass von der bestechend lebendig geschriebenen Erzählung heute um die 300 Handschriften sowie zahllose Drucke aus der Frühzeit des Buchdrucks vorliegen. Geläufig ist der Ritter daher etwa auch als John Mandeville oder Johannes von Mandeville.
Dem Geheimnis auf der Spur„Und alles, was ich euch gesagt habe, ist wahr“
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Die Erzählung von den Schattenfüßlern – hier aus dem Sammelwerk "Wunder der Erde" – trug Jean de Mandeville weiter. Es sollten Wesen sein, deren einziger Fuß so groß ist, dass sie sich damit vor der Sonne schützen können, sobald sie auf dem Rücken liegen.
imago images/AGB PhotoJean de Mandeville beschrieb im 14. Jahrhundert Drachen, Schattenfüßler und Zyklopen, denen er in fernen Ländern begegnet sei – und wurde damit berühmt. Wer war der Mann?
Von Florian Welle
