Missverständnisse auf ReisenDie Zeichen der Hand

Eine für uns harmlose Handbewegung wird im Ausland leicht als Beleidigung empfunden. Gebräuchliche Gesten - und wie sie aufgefasst werden können.

Fremde Länder sprechen nicht nur bei den Worten andere Sprachen. Auch Handbewegungen und Gesten können außerhalb des eigenen Kulturkreises zu Missverständnissen führen. Was in Mittel- und Westeuropa zum Beispiel Zustimmung oder Wohlwollen signalisiert, kann anderswo eine obszöne Beleidigung sein.

"Probleme kann es immer dann geben, wenn dieselbe Geste unterschiedliche Bedeutungen hat", sagt die Linguistin Cornelia Müller, Professorin für Angewandte Sprachwissenschaft an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder). "Da können Sie schnell eine dicke Backe riskieren."

Auch in der Politik können gleiche Gesten zu Missverständnissen führen. So fordert diese Menschenmenge in Taiwan mit der Geste "Time Out" keine Atempause im politischen Alltag. Vielmehr haben die Demonstranten mit Händen und Unterarmen ein "T" für Tibet geformt und setzen sich so für Freiheit in dem autonomen Gebiet ein.

Foto: AFP

13. Juli 2009, 13:392009-07-13 13:39:00 ©