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Medellín in Kolumbien:Besuch in der Unterwelt

Die ärmeren Viertel Medellíns liegen oft weit oben. Die Metrocable-Gondelbahn bringt die Bewohner ins Tal - und Touristen hinauf.

(Foto: Oliver Gerhard/imageBROKER; mauritius images)

Gewalt, Bestechung und tausende Morde: Bevor Drogenboss Pablo Escobar 1993 starb, galt Medellín als eine der gefährlichsten Städte der Welt. Die Bürger wollen nach vorne schauen, doch die Vergangenheit lässt sie nicht los.

Mit feuchten Augen sitzt der junge Mann neben dem Grab auf einer Bank. Auf seinem rechten Arm ist ein Skorpion tätowiert, die Haare über dem kräftigen Nacken hat er abrasiert, eine breite Goldkette baumelt über dem muskulösen Oberkörper. Er schweigt zunächst, erzählt dann zögerlich, dass er oft hier sei, auf dem Friedhof Montesacro in Medellín. Der Tote bedeute ihm viel, er habe viel für die Menschen getan. Der Trauernde redet von Pablo Escobar, dem einst mächtigsten Drogenbaron der Welt.

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