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Mauritius:Das süße Leben

In der wirtschaftlichen Bedeutung für die Insel ist der Zucker allerdings auf den zweiten Rang gerutscht und hat Platz gemacht für den Fremdenverkehr. Gleichwohl soll der Tourismus nicht zum lauten Massengeschäft werden, sondern eine exklusive Angelegenheit bleiben. Von den 100 Hotels auf Mauritius wird immerhin ein Fünftel auf Fünf-Sterne-Niveau geführt.



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Gute Geister am Büfett

Der Gast kann viel erwarten, vor allem - und das ist das einzige Massenphänomen - viel freundliches Personal: Schon beim Frühstück wird dem Touristen der am Büfett beladene Teller von einer lächelnden jungen Frau aus der Hand genommen und zum Tisch zurückgetragen.

Dort wedelt ein anderer guter Geist mit der Serviette freche Vögel weg, die durch die weiten Fenster hinein gekommen waren und sich Hoffnungen auf Croissant und Marmeladentopf machten. Nur Essen muss man noch selber. Glückliches Mauritius, denkt da der Gast, wenn neugierige Vögel das einzige Problem sind.

Glücklich ist Mauritius noch aus einem weiteren Grund: Ein schützender Gürtel von Korallenriffen fast rund um die Insel hat für viele sanft abfallende Bilderbuchstrände gesorgt, die dem Staat gehören und deshalb für jedermann zugänglich sind.

Das Programmm: Golfen, Sonnenbaden oder Heiraten

Fremdenführerin Daniella L'Onflé-Louis hält die Strände im Südwesten für die besten. Dort ist das Klima auch am wärmsten mit bis zu 35 Grad im Schatten in den Sommermonaten von Dezember bis Februar. Geschätzt wird aber auch die Ostküste mit ihren Villen. Im Insel-Osten muss immer mit ein bisschen Wind gerechnet werden, was die Sommerhitze erträglich macht.

Wer sich die Zeit nicht nur mit Sonnenbaden, Wassersport, Golfen oder Heiraten - Mauritius ist ein bevorzugtes Hochzeitsziel - vertreiben will, sollte sich das Zuckermuseum von Beau Plan auch deshalb anschauen, weil es viel über die Geschichte der Insel verrät. Sie war einst ein berüchtigtes Piratennest, bis 1715 die Franzosen kamen und im Interesse des Handelsverkehrs für Ordnung sorgten.