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Marken:Von Hügel zu Hügel

Italien

Von den sanft geneigten Hügeln der Marken profitieren die Reben.

(Foto: Johanna Pfund)

Vor 20 Jahren entdeckte die Südtiroler Gastgeberin Franziska Ganthaler die Region. Heute betreibt sie dort ein Gästehaus und besitzt sogar ihr eigenes Weingut.

Von Johanna Pfund

In den Marken reihen sich Hügel an Hügel, Olivenhaine an Weinberge, Felder an kleine Städte, die auf Kuppen thronen. Es ist eine Landschaft, deren Reize die Südtiroler Gastgeberfamilie Ganthaler vor gut 20 Jahren bei einem Urlaub entdeckte. Und schnell war der Plan geboren, hier eine Dependance des Hotels Muchele einzurichten. Die Suche war nicht leicht. Zehn Häuser, erzählt Hansjörg Ganthaler, hatten sie mit dem Makler schon besichtigt, als sie am Ende eines langen Tages das alte Landgut einige Kilometer außerhalb von Monte San Vito fanden. Die Ganthalers ließen das Gebäude abreißen und errichteten es in den Originalmaßen neu - denn die Bauvorgaben der Region Marken sind streng. Der Vorteil: Das Landhaus "Poggio Antico" fügt sich in die Hügel ein, als wäre es immer schon da gewesen. Von hier aus ist man schnell am Meer, oder in Jesi, wo im Dezember 1194 der spätere Kaiser Friedrich II. auf dem Marktplatz geboren wurde. Franziska Ganthaler ist in der Zwischenzeit auch auf den Geschmack der Landwirtschaft, sprich des Weinbaus, gekommen. Vor drei Jahren kaufte sie ein Weingut in Morro d'Alba, das nun Tenuta di Fra' heißt. Der einstige Eigentümer kümmert sich darum, dass aus autochtonen Rebsorten Verdicchio dei Castelli di Jesi und Lacrima di Morro d'Alba guter Wein wird, biologisch erzeugter, natürlich. (Infos unter www.poggio-antico.com)

© SZ vom 30.12.2020
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