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Lukács-Bad in Budapest:Im Irrgarten

Dem Lukács-Bad wird eine besondere Heilwirkung nachgesagt - und hier ist man noch weitgehend unter Einheimischen.

Von Monika Maier-Albang

Thermalbecken hier, Saunen dort. Und wie kommt man jetzt in den Sprudelbereich im Innenhof? Es gibt, das muss man bei einem Besuch im "St. Lukácz Heil- und Schwimmbad" wissen, zwei Innenhöfe: einen zum Schwimmen, bitte mit Badekappe. Und einen zum Treibenlassen im kreiselnden Wasser. Der zweite liegt im Klinik-Trakt und von dort ist es nicht so einfach, den Weg zurück zu den Kabinen zu finden. Es sei denn, man kann die Beschilderung auf Ungarisch lesen.

Das Lukácz, dessen Quelle besondere Heilkraft nachgesagt wird, ist eines der Bäder, die weitgehend noch den Einheimischen vorbehalten sind. Es ist nicht spaßbadsaniert, hier und da klemmt eine Tür. Der jahrhundertelange Kurbetrieb ist dem Bad anzumerken. Dafür hat man Platz in den Becken. Das Lukácz geht in seiner heutigen Form auf das 19. Jahrhundert zurück.

Während der Türkenherrschaft befand sich hier angeblich das Lieblingsbad des Pascha Sokoli Mustafa, man nannte es "Bad bei der Pulvermühle". Im 19. Jahrhundert war das Bad europaweit berühmt: Die Kurpatienten wateten in einem der Freibäder im Schlamm, nahmen "Kohlesäurebäder" oder gingen in die "Mineralwasser-Schwimmanstalt". Offenbar immer wieder mit Erfolg: An der Außenwand des Bades finden sich zahlreiche Tafeln mit Danksagungen.

www.lukacsfurdo.hu, 6 bis 22 Uhr, Saunawelt 9 bis 21 Uhr, Tageskarte ab ca. 12 Euro

© SZ vom 28.11.2019
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