Mitten in ... München

Zu viel eingekauft, es droht der Zusammenbruch. Gegen 50 Euro Pfand verleiht der nette Kassierer einen rollbaren Plastikkorb. Tags darauf wird der Gatte beauftragt, die Karre zurückzubringen. Doch er kommt unverrichteter Dinge zurück: Man wollte ihm kein Geld geben. Am Abend rollt man höchstpersönlich zum Supermarkt und bittet eine Kassiererin um Auszahlung. Doch auch die geizt mit der Kohle. Panik macht sich breit: Ist man Opfer einer neuen Betrugsmasche geworden? Da erscheint der Kassierer vom Vortag. Nimmt den Korb, zieht 50 Euro aus einem Karton neben der Kasse. "Sie haben Glück, dass ich nicht im Urlaub bin. Oder gekündigt habe." Und fügt hinzu: "Erst heute früh war einer da, der behauptete, seine Frau hätte ihn geschickt. Da könnte ja jeder kommen. Sie sehen, bei uns ist Ihr Geld sicher." Hurra, endlich eine Alternative zum Sparbuch gefunden!

Violetta Simon

SZ vom 5. Juli 2019

Bild: Marc Herold 30. Juni 2019, 12:562019-06-30 12:56:00 © SZ/edi