Flughafen HamburgProbezeit für Körperscanner verlängert

Sechs Monate lang sollten zwei Körperscanner in Fuhlsbüttel getestet werden, doch die Zeit reichte nicht. Eine Ursache: Falten in der Kleidung.

An deutschen Flughäfen ist dieser Anblick noch ungewohnt: Passagiere stehen in einem Gerät, das entfernt an eine Duschkabine erinnert und heben einige Sekunden lang die Arme über den Kopf. Danach werden sie oft noch per Hand nachkontrolliert - zu oft. Daher erklärte das Bundesinnenministerium, dass die Testphase für die zwei Körperscanner am Hamburger Flughafen um vier Monate bis Ende Juli verlängert werden muss. Ursprünglich sollte die im vergangenen September angelaufene Probephase nur bis Ende März gehen. In den vergangenen Monaten hatte es aber Meldungen gegeben, dass die Körperscanner noch fehlerhaft arbeiten.

Den Kontrolleuren leuchtete es nach dem Scannen am Bildschirm zu oft rot entgegen - so werden Körperpartien markiert, die nachkontrolliert werden müssen. Vor allem Kleiderfalten lösten derartige Meldungen aus. Der Hersteller habe eine verbesserte Software-Version zugesagt, erklärte das Ministerium. Ziel sei es, mehr Passagiere pro Stunde zu überprüfen und mit weniger Nachkontrollen auszukommen. Die Geräte sollen helfen, am Körper verborgenen Sprengstoff oder Waffen aufzuspüren. Bislang hätten rund 480.000 Fluggäste die beiden Körperscanner benutzt.

Muss ich oder kann ich? Wie gefährlich sind die Strahlen und was ist zu erkennen? Acht Fakten zum Körperscanner auf den folgenden Seiten ...

sueddeutsche.de/dpa/kaeb

Bild: dapd 27. September 2010, 11:592010-09-27 11:59:39 © sueddeutsche.de/dd/kaeb