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Karibiktraum: Caye Caulker in Belize:Schnorcheln mit Haien

Einigen Nervenkitzel verspricht allerdings die größte Attraktion der Insel: Mit Haien Schnorcheln im zweitgrößten Korallenriff der Erde, direkt vor der Insel! Captain Charlie, ein älterer Rastamann steuert das Segelboot gemütlich hinaus in die geschützten Korallengärten.

Fischer Chuba fängt Fische mit der Harpune vor der Küste Belizes.

(Foto: Foto: Marcel Burkhardt)

Dann ruft er: "Worauf wartet ihr noch? Springt rein, die Haie lieben weißes Fleisch!"

Die europäischen und US-amerikanischen Gäste schauen sich überrascht und ein wenig ängstlich an, während der Bootsmann die Ammenhaie mit Fischködern anlockt.

Die braunen, etwa zwei Meter großen Raubfische reißen hungrig an den Stücken. Das Wasser platscht und spritzt. "Keine Sorge, von euch wollen sie nichts", versichert der Bootsmann mit einem Grinsen. "Los, springt rein, sonst verpasst ihr was!"

Das Wasser ist wunderbar warm und kristallklar. Die Schnorchler verhalten sich möglichst ruhig, während die Haie nur wenige Meter entfernt ihre Beute fressen. Dann schwimmen sie davon, verschwinden im tiefen Meeresblau.

Der Zauber der Langsamkeit unter Wasser

Hier unten im Meer offenbart sich nun in seiner ganzen Herrlichkeit der Zauber der Langsamkeit. Violette Korallenfächer wehen wie in Zeitlupe im Wasser. Eine Schildkröte taucht ruhig durch die gelben und roten Korallenfelsen.

Fischschwärme scheinen im Wasser zu schweben. Die Fische leuchten blau und gelb. Nur ganz langsam bewegen sie ihre Flossen. Go slow!

Über 350 verschiedene Fischarten soll es entlang des circa 290 Kilometer langen Barriereriffs geben. Fischer Chuba macht sich jeden Tag auf die Jagd nach ihnen.

Mit Harpunen taucht er bis zu 40 Meter zum Meeresboden hinab und schießt dann vor allem die silbrig glänzenden Barrakudas, die er nachmittags am Strand ausnimmt, filetiert und dann an eines der Restaurants verkauft, in denen die Filets abends frisch serviert werden.

Chuba hat früher im Süden von Belize als Bauer gelebt. "Das war eine Schufterei und gebracht hat es nichts außer einem krummen Rücken", sagt er.

Vor 20 Jahren kam er auf die Insel, erlernte von anderen Fischern das Handwerk und kaufte sich irgendwann sein eigenes Boot.

"Siehst du", sagt einer seiner Freunde, "so ist das bei uns: Jeder schafft sich seinen eigenen Job. Wenn du Lust auf Fischen hast, fährst du raus aufs Meer. Du kannst aber auch Malen oder Kunst verkaufen, du kannst dein Geld als Handwerker verdienen oder Touristen zum Tauchen begleiten. Was du willst! Überleben kannst du immer."