Dem Geheimnis auf der SpurWieso heißt es „Kaiserschnitt“?

Lesezeit: 4 Min.

Ein Holzschnitt aus dem Jahr um 1650 zeigt die Ausführung eines Kaiserschnitts. So entspannt, wie sie wirkt, konnte die Frau in Wirklichkeit nicht sein: Narkosemittel gab es damals noch nicht.
Ein Holzschnitt aus dem Jahr um 1650 zeigt die Ausführung eines Kaiserschnitts. So entspannt, wie sie wirkt, konnte die Frau in Wirklichkeit nicht sein: Narkosemittel gab es damals noch nicht. Hulton Archive/Getty Images

Für manche ein Wunsch, für andere eine Herausforderung, in jedem Fall ein emotional aufgeladener Eingriff. Doch wonach ist diese OP benannt?

Von Francesca Polistina

Zuerst wird die Anästhesie eingeleitet, die meistens nur die untere Körperhälfte betäubt. Dann geht es los: Durch einen rund zehn bis 15 Zentimeter langen Schnitt im Bikini-Bereich wird die oberste Schicht der Bauchdecke geöffnet, die anderen Gewebeschichten werden oft nach der Misgav-Ladach-Methode mit den Fingern aufgedehnt. Schließlich wird auch die Gebärmutter geöffnet und das Fruchtwasser abgesaugt. Innerhalb von wenigen Minuten ist das Kind geboren. Glückwunsch! Der längere und unspektakuläre Teil der Operation beginnt jetzt: Der Mutterkuchen muss entfernt, anschließend alles wieder vernäht werden. Nach etwa 45 bis 60 Minuten ist der Kaiserschnitt endlich geschafft, das Wochenbett kann beginnen.

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