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Grenzöffnung:Was Italien-Reisende jetzt wissen müssen

Trani, Apulia / Italy - 2014/08/24: Panoramic view of the Trani Adriatic Sea yacht port and marina with boats and yachts

Noch ist er menschenleer: Der Yachthafen von Trani in Apulien.

(Foto: Bialorucki Bernard/imago)

Südtirol, Adria, Toskana, Rom - Italien ist wieder erreichbar, die Einreise für Touristen möglich. Wer ins Land darf und was Urlauber beachten müssen.

Wer darf nach Italien einreisen?

Italien lässt Reisende aus den EU-Ländern, aus Norwegen, der Schweiz, Island, Liechtenstein und Großbritannien einreisen - sofern sie sich nicht in den zwei Wochen zuvor in einem anderen Land, beispielsweise den USA, aufgehalten haben. Sie dürfen sich auch auf dem gesamten italienischen Stiefel, von Südtirol bis Sizilien, frei bewegen. Quarantänevorschriften oder Ausgangsbeschränkungen wurden aufgehoben. An Flughäfen und Hafen muss man aber mit Gesundheitskontrollen und Temperaturmessungen rechnen.

Dürfen Deutsche überhaupt schon wieder ins Ausland reisen?

Noch gilt in Deutschland eine weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amts. Sie soll ab 15. Juni durch Reisehinweise für einzelne Länder ersetzt werden - und ist auch kein Reiseverbot, sondern ein Appell, zu Hause zu bleiben, um eine weitere Ausbreitung der Viruserkrankung zu verhindern. Wer trotzdem vor dem 15. Juni aufbrechen möchte, sollte sich auf jeden Fall bei seiner Reisekrankenversicherung erkundigen, ob sie die Behandlungskosten übernimmt, wenn man im Ausland krank wird. Manche Versicherer schließen das aus. Eine 14-tägige Quarantäne nach der Heimkehr aus Italien nach Deutschland wird nicht mehr verlangt.

Wie kommen Deutsche nach Italien? Sind die Grenzen nach Österreich und in die Schweiz offen?

Die Grenze zwischen Österreich und Italien ist zwar noch geschlossen, erlaubt ist aber die Durchreise mit dem Auto oder Bus durch Österreich, ohne Zwischenstopp. Tanken oder der Besuch der Toilette sind nach Auskunft des Innenministeriums in Wien erlaubt, eine längere Pause an der Raststätte nicht. Die Schweiz öffnet ihre Grenzen erst wieder am 15. Juni, der Transit "zu touristischen Zwecken" ist aber möglich, sofern der Urlauber belegen kann, "tatsächlich ins Zielland einreisen zu wollen/können", beispielsweise durch eine Buchungsbestätigung. Züge fahren noch nicht wieder von Deutschland nach Italien.

Muss das Quartier vorab gebucht werden?

Einen Buchungsbeleg oder den Nachweis über eine eigene Ferienimmobilie in Italien verlangt nur die Schweiz für den Transit. Für die Einreise nach Italien und für den Transit durch Österreich ist das nicht erforderlich.

Mit welchen Einschränkungen müssen Reisende rechnen?

Es gelten Kontaktbeschränkungen und Hygienevorschriften. Regional unterschiedlich ist die Maskenpflicht geregelt. Hotels durften seit Mitte Mai wieder öffnen, ebenso Museen, Restaurants und Bars. Zu nahe kommen sollte man sich nicht: Überall gilt ein Mindestabstand von einem Meter. Auch für die Strände haben die einzelnen Regionen Hygiene-Leitlinien erlassen. In geschlossenen Räumen gilt eine Maskenpflicht, außerdem überall dort, wo der Sicherheitsabstand nicht eingehalten werden kann.

Wie ist die Infektionslage in Italien?

Das Land wurde sehr früh und sehr heftig von der Pandemie getroffen: Mehr als 30 000 Menschen sind gestorben. Doch es gibt große Unterschiede zwischen den einzelnen Regionen: In der Lombardei im Norden sind derzeit rund 20 000 Infizierte registriert, in Umbrien nur 31.

© SZ.de/dpa/edi/ihe

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