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Island:Schöne Straßen

Stefan Bogner ist ein leidenschaftlicher Autofahrer. Jetzt hat er Islands wilde Natur und die Wege, die sie durchziehen, fotografisch in Szene gesetzt.

Im Vergleich zu Mallorca oder Hawaii ist Island vor allem: karg. Stundenlang rattert man durch baumlose, schwarze Halbwüsten, man sieht Steine, Schnee und Schafe. Ab und zu raucht ein Vulkankrater, wie zur Zeit der Bárðdabunga, der weltweit Alarmstimmung verbreitet. Auch das Wetter ist spannend, es kann sich alle zehn Minuten ändern. Und es gibt sehr viel Platz in Island. Die Weite kann einem schier den Atem rauben.

Auto fahren ist ein Abenteuer dort. Der Hringvegur, die Ringstraße rund um die Insel, ist 1332 Kilometer lang und fast durchgehend asphaltiert, von der Hauptstraße zweigen immer wieder Kieswege ab ins Landesinnere. Dort findet sich der Besucher in bizarren Landschaften wieder, in denen man sehr gut Science-Fiction-Filme drehen könnte. Ungeteerte Pisten winden sich vorbei an gelblich-grünen Schwefellöchern, durch pechschwarze Kieshügel, entlang an dunkelblauen Fjorden.

Für Stefan Bogner, Neffe von Willy Bogner und Herausgeber, Fotograf sowie Ideengeber des Magazins Curves, sind solche Straßen Kunstwerke. Er fotografiert seit Jahren Pässe in den Alpen und den Pyrenäen - meistens ohne Autos und ohne Menschen darauf. Mit seinem Buch "Escapes" über die schönsten Alpenstrecken ist Bogner ein Überraschungserfolg gelungen, die Curves-Magazine sind teilweise vergriffen. Nun hat der passionierte Autofahrer und Helikopter-Fan die schönsten Straßen Islands in Szene gesetzt.

Für den Bildband "Epic" hat Stefan Bogner die puristische, archaische Landschaft Islands mit dem Auto durchquert und mit dem Hubschrauber überflogen und dabei die schönsten Straßen fotografiert. Das Buch ist ein Roadtrip durch eine fremdartig anmutende Welt. Beim Durchblättern wird man in die dramatische Landschaft hineingezogen. Wer sich dadurch dazu motiviert fühlt, nach Island zu reisen, dem sei die App "Epic - Gravelroads of Iceland" empfohlen - das Zusatzprogramm zum Buch liefert Infos über die schönsten Strecken, auch für Trips abseits des Asphalts durch das Hochland der Vulkaninsel. Sogar Kochrezepte und eine Checkliste für die Camping-Ausrüstung sind enthalten.

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