Manche warten mit gefalteten Händen, von Draht einigermaßen in Form gehalten, ergeben auf den Jüngsten Tag. Andere scheinen sich mit ihrem Schicksal noch immer nicht ausgesöhnt zu haben und reißen ihre zahnlosen Münder zu stummer Klage auf. Es sind Tote aus vier Jahrhunderten, und zwar ausnahmslos Angehörige der höheren Stände, die hier dem Lauf der Zeiten trotzen. Nur gegen eine großzügige Spende konnte man einst an diesen besonderen Ort gelangen. Er war sehr begehrt, weil hier das Fleisch nicht verwest.

Foto: apn

1. April 2010, 17:032010-04-01 17:03:00 ©