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Hotelpreise 2011:Billig betten in Berlin

Während in den Städten der Welt wieder etwas mehr für eine Übernachtung im Hotel bezahlt werden muss, können sich Urlauber in Deutschland freuen - wo Sie billig unterkommen.

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A general view shows the entrance hall of the Dolder Grand Hotel in Zurich

Quelle: Reuters

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New York, Rio, Moskau? Es geht noch teurer. Weltweit sind die Kosten für Hotelübernachtungen in der ersten Hälfte des Jahres 2011 leicht um drei Prozent gestiegen (im Vergleich zum Vorjahr). Dies errechnete das Online-Buchungsportal Hotels.com, dessen Index auf den tatsächlich gezahlten Zimmerpreisen in 125.000 Hotels an etwa 19.000 Standorten basiert. Doch während global in den Städten mehr bezahlt werden muss, können sich Urlauber in Deutschland freuen.

Dolder Grand Hotel in Zürich

GLASFRONT FESTSTSPIELHAUS BADEN-BADEN

Quelle: DPA/DPAWEB

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Durchschnittlich liegt Deutschland mit 88 Euro pro Nacht weltweit im hinteren Mittelfeld - die deutschen Preise sind 2011 um ein Prozent gesunken. Vergleicht man aber deutsche Städte, macht es durchaus einen Unterschied, wo man sein Haupt bettet. Dass Baden-Baden mit 114 Euro pro Nacht an der Spitze steht, überrascht weniger als die Stadt auf Platz zwei.

Glasfront des Opernhauses in Baden-Baden

Letzte Port-Party der Saison in Warnemünde

Quelle: dpa

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Denn zweitteuerste Übernachtungsstadt Deutschlands ist - Rostock: 109 Euro zahlt hier der Hotelgast durchschnittlich. Das liegt wohl weniger an der Ostseestadt als am Hafen: Dieser steuert mit 161 Anläufen von 33 Hochseekreuzfahrtschiffen in diesem Jahr einen deutschen Rekord bei Kreuzfahrten an. Bei 50 Schiffen wechselt zudem die Passagierbelegung ganz oder zumindest teilweise - die Schiffsreisenden sind potentielle Hotelgäste in Rostock, die Innenstadt ist nur 20 Minuten entfernt. Und die größere Nachfrage lässt die Preise steigen.

Kölner Dom

Quelle: dpa

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Hoch sind die Preise zudem in Hamburg und Köln, die mit durchschnittlich 104 Euro auf Platz drei der Deutschlandliste stehen, gefolgt von Garmisch-Partenkirchen, Timmendorfer Strand und Hannover (je 102 Euro). Es geht aber durchaus günstiger.

Die Spitzen des Kölner Doms

Festival of Lights

Quelle: dpa

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Überhaupt nicht abgehoben sind die Übernachtungspreise in Berlin: Dort ist eine Nacht mit 76 Euro sogar nochmals sieben Prozent günstiger als im Vorjahr. Wem das noch zu teuer ist, wird in Leipzig (67 Euro) oder Kassel (66 Euro) glücklich.

In der weltweiten Rangliste erreichen weder New York, Moskau oder Zürich den Platz an der teuren Spitze.

Scheinwerfer kreisen beim Festival of Lights in Berlin um den Fernsehturm

Capri

Quelle: istock

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Bei den kleineren und größeren Städten belegt das mondäne Capri den ersten Rang: Wer im Küstenort der gleichnamigen Insel sehen und gesehen werden will, lässt sich die Nacht durchschnittlich 203 Euro kosten. Erst dann folgen die kostspieligen Großstädte Genf (187 Euro), New York (171 Euro), Rio de Janeiro (170 Euro), Moskau (160 Euro) sowie Zürich (155 Euro). Generell macht die Schweiz ihrem Ruf als teurem Reiseland alle Ehre.

Blick auf Capri, Italien

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Quelle: AFP

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Nirgendwo auf der Welt sind die Hotelpreise so hoch wie in der Schweiz (151 Euro) - allerdings kostet die Nacht in Brasilien durchschnittlich nur einen Euro weniger. Teuer sind auch Reisen nach Israel (140 Euro), Singapur (135 Euro) und Russland (133 Euro). Günstiger sind da Reisen nach Polen (76 Euro) sowie Neuseeland und Ägypten (73 Euro). In dem nordafrikanischen Land haben sich die politischen Unruhen im Frühjahr deutlich ausgewirkt: In Scharm el Scheich am Roten Meer stürzten die Preise um 45 Prozent ab. Wenig zahlen Urlauber für ihr Zimmer in Thailand (68 Euro), aber auch in Ungarn (65 Euro).

Mit der bloßen Übernachtung begnügen sich einige Kunden allerdings nicht. Unter Concierges gilt: Je exklusiver die Kundschaft, desto ausgefallener die Wünsche - einige Beispiele finden Sie hier.

Im Bild: Kuh in den Schweizer Bergen nahe Albeuve

© sueddeutsche.de/dpa/kaeb/dd

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