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Hochzeitsbräuche anderswo:Striptease und vorgewärmte Betten

Hochzeit in Brasilien; dpa

Bei einem brasilianischen Junggesellinnen-Abschied kann es vorkommen, dass die zukünftige Ehefrau nackt da steht.

(Foto: Foto: dpa)

Keine Suppe, sondern Truthahn ist das traditionelle Hochzeitsgericht in Brasilien. Auf dem Junggesellinnen-Abschied werden sehr heikle Spiele gespielt: Die angehende Ehefrau bekommt von ihren Freundinnen jede Menge verpackte Geschenke. Dreimal darf sie raten, was sie für ein Geschenk bekommt. Errät sie den Inhalt, ist alles OK. Liegt sie daneben, muss sie ein Glas Schnaps trinken und sich eines Kleidungsstückes entledigen. Es kann also passieren, dass sie bald nackt herumsteht. Und davon sollten keine Fotos bei der Hochzeit herumgezeigt werden. Das könnte peinlich werden.

Heiß wird es dem Ehepaar auch in Indien. Allerdings in einem anderen Sinn. Bei der Zeremonie verknüpfen Braut und Bräutigam ihre Kleider miteinander und laufen sechsmal um ein Feuer. Dreimal geht der Mann voraus und dreimal die Frau.

Auf ein Podest gehoben werden Brautpaare auf Zypern. Dann läuft die versammelte Hochzeitsgesellschaft um die beiden herum und legt Geldscheine auf den Boden. Das bessert das Konto auf, und das nicht schlecht.

Auch bei der Zeremonie in Mexiko kommt Geld ins Spiel. Eine Freundin oder Verwandte des Paares hält während der Trauung 13 Goldmünzen in ihrer Hand. Diese präsentiert der Bräutigam dann seiner Frau und zeigt ihr so, dass sie ihm vertrauen kann und er sie immer unterstützt. Die 13 Münzen stehen für Christus und die zwölf Apostel.

In Griechenland hat es das Brautpaar nicht einfach. Abstinenz ist hier angesagt. Denn eine Woche vor der Hochzeit trennen sich die beiden Verlobten - nur örtlich versteht sich. Es soll angeblich Unglück bringen, wenn sich das Paar in der Zeit sieht. Hat es denn schon mal jemand riskiert?