Hamburger Märkte Budenzauber und Marktschreier

Ob Fischmarkt, Ökomarkt oder Flohmarkt: die Marktschreier und ihre Buden bringen Leben in die Handelsmetropole.

Von Edwine Bollmann und Peter Rieprich

"Pfeffersäcke" nannten die Hamburger respektlos die hanseatischen Kaufleute, die durch weltweiten Handel zu Reichtum und Ansehen gekommen waren, und den Ruf Hamburgs als internationale Handelsmetropole begründeten. Von dieser Zunft zeugen auch heute noch die Kontorhäuser und die alte Speicherstadt im Hafen.

Der Hamburger Hafen ist Umschlagplatz für Waren aus aller Welt.

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Auf der anderen Seite der Elbe liegt Hamburgs größter Markt, der Containerhafen. Etwa 13.000 Schiffe laufen dort jährlich ein, rund 60 Millionen Tonnen Güter werden umgeschlagen.

Für jeden der richtige Markt

Das angrenzende St. Pauli wird bevölkert von Seemännern, Touristen, Vergnügungssüchtigen und Einheimischen, die sich am Sonntag meist wieder auf dem Fischmarkt bei Matjes-Brötchen und Kaffee über den Weg laufen.

Der Isemarkt in Harvestehude unter den Stahlträgern der Hochbahnstrecke strahlt gediegene Exotik aus. Zwischen Jugendstilbauten und alten Alleen lässt es sich gepflegt shoppen und schnuppern.

Der Ökomarkt in Ottensen, einem Viertel, in dem jeder über Zeit zu verfügen scheint, steht für entspanntes Einkaufen: Hektik ist hier ein Fremdwort. Der Besuch auf diesem Markt ist mehr ein soziales Happening als ein Einkaufsmarathon.

Nicht nur Fischliebhaber, exklusive Marktgänger und Öko-Shopper kommen auf ihre Kosten: Auf den Flohmärkten im ehemaligen Schlachthofgelände kann man zu Füßen des "Tele-Michel" in Schätzen der Vergangenheit wühlen.