Grand-Canyon-NationalparkDie Bilderbuch-Schlucht

Es ist nicht die längste Schlucht der Welt, nicht die tiefste und nicht die breiteste. Und Fotos gibt es auch mehr als genug. Ist der Grand Canyon, vor 100 Jahren zum Nationalpark erhoben, überhaupt eine Reise wert?

Von Eva Dignös

Machen wir es kurz: Ja, der Grand Canyon ist mindestens eine Reise wert. Es mag noch so viele Bilder, Poster, Filme geben und der Besucher mag sich noch so sicher sein, dass er längst weiß, was ihn erwartet: Die Atmosphäre dieses Ortes lässt sich nicht in zwei Dimensionen einer Abbildung pressen. Sie packt den Besucher am Canyonrand, wenn der Blick über die steinernen Terrassen und Säulen, Abbrüche und Kanten schweift, bis zum Horizont wie ein aus Stein gehauenes Kunstwerk der Natur. "Lasst alles, wie es ist. Man kann es nicht verbessern", sagte US-Präsident Theodore Roosevelt. Das war zu Beginn des 20. Jahrhunderts und Roosevelt kämpfte dafür, das Naturwunder im Südwesten der USA zu bewahren.

Bild: Alan Carrillo/Unsplash 26. Februar 2019, 05:162019-02-26 05:16:18 © SZ.de/kaeb/rus