Welch außergewöhnliches Leben. Welch schändliche Behandlung nach dem Tod. Die Geschichte jagt einem kalte Schauer über den Rücken. Denn dem Menschen, um den es hier geht, wird Ende des 18. Jahrhunderts posthum die Haut abgezogen und gegerbt, sie wird mit Stroh ausgestopft und über ein Holzgerüst gespannt. Halbnackt, stehend, mit Straußenfedern und Glasperlen, wird das Stopfpräparat im kaiserlichen Naturalienkabinett in Wien zur Schau gestellt – als exotische Attraktion vor einer Afrika-Kulisse.
Dem Geheimnis auf der SpurDer gehäutete Sklave
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Mmadi Make kommt im 18. Jahrhundert nach Wien und macht am Hof Karriere. Nach seinem Tod wird er zur Schau gestellt. Wie konnte sein Leben solche Wendungen nehmen?
Von Josef Scheppach
