bedeckt München 27°

Gefahren beim Fliegen:Mehr als 500 Verdachtsfälle

Wie der Sprecher der Pilotenvereinigung, Jörg Handwerg, der Nachrichtenagentur ddp sagte, gebe es weltweit mehr als 500 Fälle, in denen Crewmitglieder Erkrankungen auf das Einatmen von Giftstoffen in der Kabinenluft zurückführten. Ob diese die Ursache ihrer Erkrankungen richtig oder falsch deuten, ist unklar.

Laut BDF liegen "zur spezifischen Frage der Gesundheitsgefährdung bei Menschen durch Spuren von TCP in Flugzeugkabinen bisher weltweit keine wissenschaftlich fundierten Ergebnisse" vor. Handwerg fordert daher eine "unabhängige und umfassende Untersuchung der Kausalkette von der Kontamination der Luft bis hin zum Krankheitsbild".

Untersuchungsausschuss in Australien

Ein ehemaliger Pilot von Lufthansa-Cityline, der vermutlich dauerhaft fluguntauglich ist, klagt seit Jahren gegen seinen Arbeitgeber, weil er angeblich durch giftige Öldämpfe krank geworden sei. Ausgang ungewiss.

In anderen Ländern wird die Diskussion intensiver geführt, auch in den Parlamenten. So hat sich in Australien ein Untersuchungsausschuss mit dem Problem befasst. In diesem Jahr erhielt eine australische Flugbegleiterin eine Entschädigung in Höhe von 140. 000 Dollar zugesprochen, weil sie giftigen Dämpfen in der Kabine ausgesetzt war. Das rechtskräftige Urteil hat die deutschen Fluggesellschaften offenkundig alarmiert. Im BDF-Papier findet sich die Formulierung, das Urteil "könnte zum Präzedenzfall werden und somit auch Besatzungsmitgliede bei deutschen Fluggesellschaften zu Klagen motivieren".

Airports

Harte Landung inklusive