bedeckt München

Fotograf Jeroen Swolfs:Pinke Häschen hoppeln überall, ob in Ramallah oder Kiew

Straßen und ihre Menschen: Für sein Projekt "Streets of the World" hat der Fotograf Jeroen Swolfs 195 Länder bereist. Eine Auswahl der Bilder.

10 Bilder

"Streets of the World" Projekt von Jeroen Swolfs

Quelle: Jeroen Swolfs

1 / 10

In der palästinensischen Hauptstadt Ramallah spazieren ein pinker Plüschhase und ein Tiger herum.

"Streets of the World" Projekt von Jeroen Swolfs

Quelle: Jeroen Swolfs

2 / 10

Verkleidungen sind eines der wiederkehrenden Motive, die sich in Swolfs Bildersammlung entdecken lassen. Viele Hundert Kilometer nördlich, in der ukrainischen Hauptstadt Kiew, posiert ein rosa Häschen für einen Riesenpanda.

"Streets of the World" Projekt von Jeroen Swolfs

Quelle: Jeroen Swolfs

3 / 10

In Moskau schaukelt eine leuchtendblaue Meerjungfrau, offenbar für ein anderes Fotoshooting. Anstelle der teils extremen Konflikte der Länder, die er bereist hat, rückt Swolfs solche Gemeinsamkeiten in den Blick.

"Streets of the World" Projekt von Jeroen Swolfs

Quelle: Jeroen Swolfs

4 / 10

Im irischen Dublin feiert eine fröhliche Truppe aus Pinguinen einen Junggesellenabschied.

Projekt "Streets of the World"

Quelle: Jeroen Swolfs

5 / 10

Der Fotograf Jeroen Swolfs lebt in Amsterdam. Bei seinem Projekt "Streets of the World" steht ein Kanal der Grachtenstadt symbolisch für die Niederlande. Während er dort Bilder machte, stießen zwei Boote zusammen, schildert der heute 43-Jährige im Begleittext seines Bildbandes - und das sei heutzutage keine Seltenheit angesichts der vielen Spaßkapitäne und kalten Bierchen an Bord.

Projekt "Streets of the World"

Quelle: Jeroen Swolfs

6 / 10

In der Mutanabbi-Straße von Bagdad werden seit fast einem Jahrtausend Bücher verkauft. Nach einem Al-Qaida-Attentat 2007 wurde der besondere Ort mit internationaler Hilfe wieder aufgebaut. Swolfs traf beim Fotografieren auf einen Teehaus-Besitzer, der durch die Autobombe vier Söhne und einen Enkel verlor und die Arbeit in der Bücherstraße trotzdem nicht aufgegeben hat.

Auch hier weist der Fotograf im Begleittext auf die Details hin: auf einen Weihnachtsbaum mit künstlichem Schnee etwa, links im Hintergrund. Und in den Auslagen habe er "Mein Kampf" neben einer Hillary-Clinton-Biografie entdeckt - "apropos globaler Markt!".

Projekt "Streets of the World"

Quelle: Jeroen Swolfs

7 / 10

Yangon, Myanmar: Während die Sonne langsam Richtung Horizont sinkt, machen sich Einheimische am Fähr-Terminal Pansodan nach einem langen Arbeitstag auf den Heimweg. Die Straße geht hier direkt ins Wasser über, Kaimauern gibt es nicht. Er selbst durfte keines der Boote besteigen, so Swolfs - "es war angeblich zu gefährlich für Ausländer".

Projekt "Streets of the World"

Quelle: Jeroen Swolfs

8 / 10

Der "Gröna Lund"-Vergnügungspark von Stockholm - hier, so Swolfs, kreischen sich die sonst so coolen Besucher die Seele aus dem Leib. Nach der Aufnahme stieg er selbst ins Karussell und war begeistert von der Aussicht.

In seinen Bildern sind Perspektivwechsel dagegen ausgeschlossen: Der Aufbau bleibt immer gleich, mit dem Horizont in der Mitte.

Projekt "Streets of the World"

Quelle: Jeroen Swolfs

9 / 10

Einer der legendären Oldtimer von Havanna - und daneben ein Fahrradtaxi mit Nike-Logo. Dieser Kontrast war für den Fotografen symbolisch für Kubas Dilemma zwischen Kommunismus und Kapitalismus.

Projekt "Streets of the World"

Quelle: Jeroen Swolfs

10 / 10

In Afghanistans Hauptstadt Kabul fing Swolfs einen ruhigen Moment ein, doch "das ist eine Straße, in der man immer mit einer Explosion rechnen muss". Das Leben muss trotzdem irgendwie weitergehen, so verkaufen Händler Obst aus einer Schubkarre, andere lose aufgestapelte Packungen mit Toilettenpapier.

Den Artikel zu Swolfs Projekt "Streets of the World", als Bildband erschienen bei Lannoo Publishers, lesen Sie hier.

© SZ.de/ihe/harl/liv
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema