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Föhr:Von Toten Tanten und Wattwürmern

Schon die Anreise verspricht Urlaub ohne Hektik. Langsam, sehr langsam tuckert das Fährschiff der Wyker Dampfschifffahrts-Reederei auf die Insel zu.

Eine Dreiviertelstunde dauert die Überfahrt vom schleswig-holsteinischen Dagebüll aus und stimmt die Urlauber auf die geruhsame Inselwelt ein. Föhr, nach Sylt mit 82 Quadratkilometern die zweitgrößte der nordfriesischen Inseln, ist ein klassischer Ort für Familienurlaub, für den eher eine Ferienwohnung als ein Hotel gebucht wird. Viele der Besucher sind Stammgäste, die die Ruhe auf der Insel schätzen - Föhr hat sogar einen eigenen Fanclub.

öhr-strand; föhrtouristik

Rund um Föhr gibt es auch viele Meeres- und Strandtiere zu sehen.

(Foto: Foto: föhrtouristik)

Aufregende Attraktionen sucht man auf Föhr jedoch vergebens. Breite weiße Strände mit knallbunten Strandkörben, flauschige Wolken am oft bilderbuchblauen Himmel, Seeluft ohne Schadstoffe - das ist es, was die Urlauber an dem Nordseeheilbad lieben.

Wer durch viele kleine Läden bummeln oder auf der Strandpromenade flanieren möchte, ist im Hauptort Wyk, in dem auch die Fährschiffe anlegen, gut aufgehoben. In dem traditionsreichen Seebad gibt es zwar nahe der Promenade einige Hotels aus den siebziger Jahren, doch zieren auch schöne Jugendstilhäuser den Ort.

Kühles Badevergnügen, aber immerhin

Für entspannende Stunden sorgt das Badezentrum "aquaWYK", das neben einem Meerwasserwellenbad auch viele Wellnessangebote bietet. Nicht nur an Regentagen ist außerdem das Friesenmuseum in Wyk einen Besuch wert, das über die Kultur, Geschichte und Natur der Insel informiert.

Im Windschatten der Nachbarinseln Sylt und Amrum sowie der Halligen bietet Föhr ein gemäßigtes Nordseeklima, und auch die Wellen kommen - ideal für ganz junge Urlauber - meist flach an den Strand. Am Südstrand oder Goting Kliff toben deshalb in der Hauptsaison jeden Tag unzählige Kinder im Sand oder bei Ebbe über den glitschigen Wattboden. Zum Baden sind besonders die Monate Juli und August zu empfehlen, wenn die Nordsee Temperaturen bis zu 18 Grad erreicht.

Wer die Insel erkunden möchte, setzt sich am besten aufs Fahrrad. Ein 144 Kilometer langes Radwegenetz zieht sich über die Insel, die gute Beschilderung macht die Orientierung leicht. Der Weg führt vorbei an saftigen Marschwiesen und Feldern. Auf so mancher Nebenstrecke umgibt den Besucher vor allem außerhalb der Hauptsaison Stille pur.

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