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Flug stornieren:Fünf Stunden zu lang in der Luft

Der Urlaub ist geplant, die Anreise auch. Dann ändern sich kurzfristig die Flugzeiten - und zwar von 14 auf 19 Stunden. Müssen Passagiere das hinnehmen?

Wenn sich die Flugzeiten ändern, ist das oft ein Ärgernis - und kann ein Grund dafür sein, von der Reisebuchung zurückzutreten. Dabei spielt die Verhältnismäßigkeit eine Rolle.

Fliegen in der Zukunft

Ein Stehplatz am Fenster, bitte!

Die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht in Wiesbaden berichtete in der Fachzeitschrift ReiseRecht aktuell von einem Fall, der vor dem Amtsgericht München verhandelt wurde: Der Kläger hatte eine 17-tägige Thailand-Reise gebucht. Der Abflug in Frankfurt sollte am frühen Nachmittag sein - dann wurde die Abflugzeit auf morgens vorverlegt. Die gesamte Flugzeit hätte sich um 5 Stunden und 15 Minuten verlängert. Das sei gerade bei Asienreisen hinzunehmen, argumentierte der Veranstalter.

Das Gericht sah das aber nicht so: Eine Flugzeit von mehr als 19 statt 14 Stunden falle sehr wohl ins Gewicht. Eine solche Verlängerung sei in jedem Fall eine "wesentliche Änderung der Reiseleistung", die zum Rücktritt vom Reisevertrag berechtige. Das gilt besonders dann, wenn der Abflugtermin so vorverlegt wurde, dass der Fluggast eine Nacht früher zum Abflughafen kommen müsste. Stornokosten muss er in diesem Fall nicht bezahlen, entschied das Amtsgericht München (Az.: 212 C 1623/09).

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